Das US-Militär will die Leistungsfähigkeit von Frauen in US-Kampfeinheiten testen. Es ist wohl nur ein Zwischenschritt für das große Ziel von Pentagon-Chef Pete Hegseth. Pete Hegseth formulierte seinen Plan klar und deutlich. Vor hochrangigen Militärs kündigte der Pentagon-Chef bereits im vergangenen Herbst neue Kriterien für den Dienst in der US-Armee an . "Diese körperlichen Maßstäbe müssen hoch und geschlechtsneutral sein. Wenn Frauen es schaffen, hervorragend. Wenn nicht, dann ist dies eben so", sagte Hegseth. Nun scheint der Politiker der republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump Ernst zu machen. Nach einem Bericht des öffentlich-rechtlichen US-Senders NPR plant Hegseth einen sechsmonatigen Test zur Zukunft von Frauen in US-Kampftruppen. Dabei gehe es darum, die militärische "Effektivität" mehrerer Tausend Soldatinnen in Infanterie, Panzertruppe und Artillerie sicherzustellen, heißt es in einer Memo, die dem Sender nach eigenen Angaben vorliegt. Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im US-Newsblog Nach Umsturz in Venezuela : Plant Trump den nächsten Coup? Pentagon-Sprecherin Kingsley Wilson bestätigte NPR, dass die Studie gewährleisten solle, dass die Vereinigten Staaten weiter über die schlagkräftigste Streitmacht verfügten. "Unsere Standards für Kampfeinsätze werden geschlechtsneutral sein, denn das Gewicht eines Rucksacks macht keinen Unterschied zwischen Mann und Frau." Es werde "keine Kompromisse geben, um Quoten oder ideologische Ziele zu erfüllen – das ist gesunder Menschenverstand", so Kingsley. Beschluss von Obama soll revidiert werden Die US-Armee hatte 2015 unter Präsident Barack Obama alle Beschränkungen für weibliche Angehörige des Militärs aufgegeben. "Wir öffnen unsere Armee für die Zukunft", sagte der damalige Verteidigungsminister Ash Carter. Hegseth will diesen Beschluss zurücknehmen. "Ich sage ganz klar, dass Frauen nicht in Kampfeinsätzen eingesetzt werden sollten. Es hat uns weder effektiver noch tödlicher gemacht. Es hat den Kampf nur komplizierter gemacht", hatte der Pentagon-Chef bereits 2024 kurz vor seinem Amtsantritt erklärt. Der Einsatz gegen Wokeness und Diversität gilt als Kernanliegen der MAGA-Bewegung von US-Präsident Donald Trump. "Keine Männer mehr, die Frauenkleider tragen. Keine Anbetung des Klimawandels mehr. Wir haben genug von diesem Scheiß“, so Hegseth im Vorjahr in seiner Rede vor den US-Generälen. Der Pentagon-Chef stellte bereits damals klar, wie er mit Kritik umzugehen gedenke: "Wenn meine Worte bei Ihnen ein ungutes Gefühl hervorrufen, sollten Sie das Ehrenhafte tun und zurücktreten", sagte er seinen führenden Militärs.