Manchester United bleibt seit Jahren hinter den Erwartungen zurück. Das fordert nun den nächsten Trainer. Manchester United hat offenbar Cheftrainer Rúben Amorim gefeuert. Wie der Klub am Montag mitteilte, muss der Portugiese gehen. Neben den enttäuschenden Ergebnissen ist wohl auch seine letzte Pressekonferenz eine Ursache. Nach dem 1:1 in Leeds hatte er offene Kritik geäußert. Amorim hatte die Vereinsführung angezählt und vor weiterer Einmischung in seine Arbeit gewarnt. "Ich kam hierher, um Manager von Manchester United zu sein – nicht, um nur der Coach zu sein", so Amorim. Gleichzeitig hatte er betont: "Ich weiß, dass ich nicht Tuchel, Conte oder Mourinho heiße, aber ich bin der Manager von Manchester United!" Der 40-Jährige bestätigte damit die Spannungen hinter den Kulissen, die sich bereits angedeutet hatten. So soll der deutsche Chefscout Christopher Vivell ihn beispielsweise zu taktischen Änderungen aufgefordert haben. "In jeder Abteilung – die Scouting-Abteilung, der Sportdirektor – muss jeder seinen Job machen. Ich mache meinen für 18 Monate, dann gehen wir weiter", so Amorim. Wenn der Klub nicht besser mit der Kritik von außen umzugehen lerne, "müssen wir ihn ändern", ergänzte er. Abstiegskampf und Europa-League-Finale in Jahr eins Der Portugiese übergibt Manchester United auf Rang sechs. Mit 31 Punkten nach 20 Spielen stehen die "Red Devils" nur drei Punkte hinter dem FC Liverpool , der aktuell Champions-League-Platz vier innehat. In der vergangenen Saison erst hatte Amorim übernommen, wurde im November 2024 aus Lissabon geholt. Zuvor war er Trainer von Sporting gewesen. Die erste Zeit in Manchester verlief schwierig, Amorim und United rutschten in den Abstiegskampf. Ein Lichtblick war das Erreichen des Europa-League-Endspiels, das aber am Ende Tottenham Hotspur für sich entscheiden konnte.