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Zeitenwende und Hüftspeck

Borussia beendet das Kalenderjahr, wie sie es begonnen hatte: mit einer Niederlage gegen eine Spitzenmannschaft der Bundesliga. Zu Beginn des Jahres ein 0:1 gegen die Bayern, nun das 0:2 in Dortmund. Kurz vor Weihnachten blicken wir zurück auf 2025 und ordnen ein Jahr ein, das trotz aller Rückschläge ein Wendepunkt sein kann. 

Über das Spiel am Freitagabend bei der falschen Borussia in Dortmund müssen wir heute, zwei Tage später, im Detail nicht viel Worte verlieren. Es hatte gleichwohl Elemente, die sinnbildlich für den Wandel der Mannschaft stehen, den sie seit dem Wechsel der Trainer- und Sportdirektor-Position vollzogen hat. Es zeigte zudem, ärgerlich genug, wie die VAR-Thematik beginnt, den Sport vollends der Lächerlichkeit preiszugeben, wenngleich auch zur Wahrheit gehört, dass Borussia selbst in dieser Hinrunde auch von Eingriffen aus dem Kölner (bald Frankfurter) Keller profitierte. Dazu wird SEITENWAHL gegebenenfalls einen eigenen Artikel veröffentlichen. Heute, nach genau 34 Spielen im Jubiläumsjahr 2025, bekommen wir einen nüchternen Blick auf den Leistungsstand der Mannschaft und ihre nach wie vor signifikanten Schwachstellen, aber eben auch auf Anzeichen, die Hoffnung machen. 

Beginnen wir mit einem Blick auf die Zahlen, die, wie immer, verschiedene Lesarten zulassen: Ziehen wir nur das Kalenderjahr heran und bilden eine Tabelle, beendet Borussia das Jahr auf dem 13. Tabellenplatz. Sie hat in diesem Zeitraum 37 Punkte gesammelt, die sich aus zehn Siegen und sieben Unentschieden speisen. Das Torverhältnis ist mit 48:61 Toren negativ; und natürlich ist es fast schon Tradition, mit über 60 Gegentoren diese 34 Spieltage zu beenden. Der daraus resultierende Gegentorschnitt von knapp 1,8 pro Spiel zieht sich seit nunmehr über fünf (!) Jahren durch. Selbst in den zwölf Spielen unter Eugen Polanski seit dem Rauswurf von Vorgänger Gerardo Seoane konnte die Mannschaft den Gegentorschnitt auf „nur“ 1,5 pro Spiel senken, wobei das 4:6 gegen Frankfurt hier besonders wirkt. Zieht man dieses besonderes Spiel als statistischen Ausreißer ab, sinkt der Schnitt unter Polanski wiederum auf knapp Gegentor pro Spiel. Warum das wichtig ist? Dazu später mehr. 

Dieser 13. Tabellenplatz wirkt rückblickend als realistisch, gerade mit Blick auf die Seuche der vielen Gegentore, auf die wir hier bei SEITENWAHL (und besonders der Autor) seit vielen Jahren mit chronisch erhobenem Zeigefinger hinweisen. In diesem Jahr schnupperte Borussia kurzzeitig am Europapokal (nach dem 1:0-Heimsieg gegen Leipzig am 27. Spieltag der Vorsaison), blickte jedoch ebenso tief als abgeschlagener Tabellenletzter in den Abgrund eines erneuten Abstiegs (nach dem 1:3 bei Union Berlin am 7. Spieltag dieser Saison). Auch hier gilt: Zieht man beide Momentaufnahmen als Ausreißer ab, erscheint ein Mittelfeldplatz in der unteren Tabellenhälfte als ein stimmiges Gesamtbild. 

Nun befinden wir uns kurz vor Weihnachten. Die Zeit, nach der viele Menschen sich wieder fest vornehmen, endlich den Hüftspeck, der in diesen Tagen noch einmal sprichwörtlich Nahrung bekommen wird, im neuen Jahr anzugehen und abzubauen. Die Fehler der kulinarischen Vergangenheit zu beseitigen, ist ein langwieriger Prozess und verläuft in Wellen, niemals linear. Jeder, der schon einmal eine Diät probiert hat, kennt die frustrierenden Momente, wenn sich die Waage nur wenig bewegt oder manchmal sogar nach oben springt, obwohl man doch jetzt endlich in Brokkoli beißt statt in den nächsten Burger mit Bier. Veränderungsprozesse dauern, es sind Geduld und Realitätssinn gefragt. Es wird Rückschläge geben, die eingepreist werden müssen, solange man das Ziel nicht aus den Augen verliert. Was das alles mit Borussia zu tun hat? Nun, es sind erste Momente zu erkennen, dass Borussia an ihrem Hüftspeck arbeitet; wenngleich es immer wieder Momente der Schwäche und Rückschläge gibt. Wer sich zu lange an Burger, Bier, Pizza oder die Tüte Chips abends auf der Couch gewöhnt hat, erliegt diesen Versuchungen naturgemäß leichter. 

Die Partien gegen Bayer Leverkusen (1:1), SC Freiburg (0:0), RB Leipzig (0:0) und auch zuletzt gegen Dortmund (0:2) zeigten indes, dass Borussia defensiv stabiler auftreten, ja, dass sie sogar mit nominell besser besetzten Teams mithalten kann. Die Zweikampfwerte verbessern sich, das Engagement ist deutlich sichtbar, es ist wieder eine Mannschaft auf dem Platz. In Spielen gegen St. Pauli (4:0), Heidenheim (3:0) oder Mainz (1:0) beweiste sie, auch die „dreckigen“ Spiele gegen nominell gleich starke oder schwächere Mannschaften ziehen zu können. Was ebenso die veränderte Mentalität im Kader unterstreicht; waren es doch genau diese Partien, die unter Seoane oder Farke oder Hütter regelmäßig einigermaßen kampflos hergeschenkt worden waren. Demgegenüber stehen phlegmatische Auftritte wie im Pokal gegen St. Pauli (1:2) oder zuletzt beim 1:3 in der Liga gegen den VfL Wolfsburg, für die auch Polanski keine Erklärung zu haben scheint. Positiv ist jedoch, dass diese Ausreißer weniger werden. Und allen ist ohnehin klar, dass es auch mal Partien gibt, in denen ein Gegner schlichtweg besser ist.

Es zeigt sich zu Ende 2025 demnach eine vorsichtig positive Grundtendenz - mit Ausreißern in alte Zeiten. Die Gründe hierfür sind ebenso Lesart, aber wir wollen uns annähern: Nach wie vor besitzt der Kader eine schreiende Unwucht. Dafür können weder Polanski noch Schröder etwas, das sind Versäumnisse aus der Vergangenheit. Ganz offensichtlich dann zu beobachten, wenn Stammspieler und Leistungsträger ausfallen. Wenn Grant-Leon Ranos wie am Freitagabend in Dortmund die erste Einwechseloption ist, erkennt jeder, dass die Mannschaft ein qualitatives Problem in der Kaderbreite hat. Es ist nicht besonders kühn zu behaupten, dass das Spiel in Dortmund mit einer fitten Offensivreihe aus Hack, Kleindienst und Honorat die Wahrscheinlichkeit auf Punkte dramatisch erhöht hätte, so wie das Spiel gelaufen ist.

In der Offensive fehlen in den drei Genannten die Stamm-Offensiven aus der Vorsaison. Dazu kommt, dass sowohl Gio Reyna also auch Shuto Machino, die beiden teuersten Transfers des Sommers, bislang nur in sehr wenigen Momenten der Mannschaft einen sportlichen Mehrwert geben konnten. Es ist daher ein unbeschreibliches Glück, dass ausgerechnet Haris Tabakovic dermaßen gut eingeschlagen ist als Ersatz für Kleindienst. Die zuletzt leider zu beobachtende Harmlosigkeit im Angriff hat Gründe, und diese sind qualitativer Natur. Dass Borussia trotz der nach wie vor dünnen Kaderbreite in der Defensive, den vielen Ausfällen in der Offensive und dem immer wieder auftretenden Phlegma in einzelnen Spielen immer noch halbwegs okay dasteht, ist demnach einzig auf den Umstand zurückzuführen, dass es Polanski geschafft hat, der Mannschaft wieder Mentalität und die vielzitierten „Basics“ zu vermitteln. Ein Umstand, der zwingend als Fundament ins neue Jahr gerettet werden muss. 

Da wir bei SEITENWAHL ja traditionell als hoffnungslose Optimisten gelten und unser Glas immer halbvoll ist, wollen wir nun, auf Basis der festgestellten, positiven Veränderung im Auftreten, weitere Hoffnungsschimmer am grauen Weihnachtshimmel zeichnen. In Wael Mohya, Fritz Fleck oder auch Charles Herrmann saßen zuletzt drei echte „Fohlen“ auf der Bank, die Spaß machen und viel Talent mitbringen. Insbesondere Mohya, der in wenigen Tagen 17 Jahre jung wird, ließ in den wenigen Minuten bereits erkennen, welches Potenzial in ihm schlummert. Hier ist Sportchef Schröder zu wünschen, dieses Talent mit einem langfristigen Profivertrag auszustatten; wird Mohya doch schon ziemlich sicher in den Büchern zahlreicher Scouts finanzkräftigerer Vereine stehen. 

Apropos Schröder: Das sich nun öffnende Winter-Transferfenster wird die erste Bewährungsprobe für den erfahrenen Manager, der glücklicherweise schon bei seinem Dienstantritt durchblicken ließ, dass er die Unwucht im Kader sieht und beheben will. Das wird aufgrund Borussias klammer Kassenlage wahrscheinlich nur über Leihen geben, aber Yannick Engelhardt oder Haris Tabakovic beweisen, dass dies ein probates Mittel sein kann. Die Mannschaft braucht in nahezu allen Mannschaftsteilen Verstärkung: insbesondere in der Defensive und den defensiven wie offensiven Außenbahnen. Gelingt es Schröder, die Qualität im Kader dadurch zu erhöhen, wäre nicht nur dem Autor dieser Zeilen sehr viel wohler. 

Behält Borussia ihre unter Polanski neu gewonnene Stabilität und Mentalität, schafft es Schröder durch kluge Transfers einige der Lücken zu beseitigen, machen die Talente um Mohya oder Herrmann den nächsten Schritt und kommen endlich die Leistungsträger wie Hack, Honorat und Kleindienst zurück, kann das Jahr 2026 sehr wohl erfolgreicher werden, als es 2025 der Fall war. Doch Obacht: so wie der fettige Burger schnell verschlungen ist und wieder 1.000 Kalorien auf die Hüften packt, so schnell kann Borussia wieder in unangenehme Tabellenregionen abrutschen. Die Heimbilanz im Borussia-Park ist nach wie vor katastrophal (in 2025 gelangen lediglich drei Heimsiege in der Liga), der Abstand zu Rang 16 ist solide, aber nicht komfortabel. 

Wünschen wir allen Verantwortlichen am Niederrhein in den nächsten Wochen ein gutes Händchen (das gilt gleichsam für Schröder als auch für die Ärzte und Physiotherapeuten) und allen Lesern von SEITENWAHL ein friedliches und schönes Weihnachtsfest 2025!

Und ja, ein paar extra Kalorien seien noch einmal erlaubt!

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