Josefine Preuß hat ihren Platz im deutschen Film- und Fernsehgeschäft gefunden. Nun äußert sie jedoch Kritik an der Branche. Mehr als 20 Jahre Karriere als Schauspielerin haben offenbar Spuren hinterlassen: Josefine Preuß hat sich in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung kritisch über die Arbeitsweise in der Filmindustrie geäußert. "Die Branche ist manchmal oberflächlich, verlogen, unorganisiert", sagte Preuß. Der 40-Jährigen sei es immer wichtig gewesen, "gute Arbeit zu hinterlassen" – und zwar so, dass man gerne mit ihr arbeite. "Drehzeit ist Lebenszeit, also warum kompliziert sein?", findet Preuß. Ein Perspektivwechsel habe ihr die Augen geöffnet. Ein Freund sagte zu ihr: "Dreh das Casting um. Du castest auch." Nicht jede Rolle ist für Preuß prädestiniert Preuß sei hinterher manchmal sogar froh gewesen, dass sie nicht jede Rolle bekam. "Es gab Castings, da war ich traurig – und später dachte ich beim fertigen Film: 'Gott sei Dank nicht'! Manchmal beschützt dich das Universum." Und dann war Schluss: Das ist der berühmte Ex von "Dr. Nice"-Star Josefine Preuß Arbeiten wie am Fließband könne Preuß dennoch – auch, wenn es ihr mal nicht so gutgeht. "Krank? Egal, Augen zu und weiter. Die jüngere Generation ist da schlauer. Ich selbst ziehe aber meistens durch. Mich kriegst du wirklich erst weg von der Kamera, wenn es gar nicht mehr geht", sagte sie. Schließlich sei ein Drehtag teuer, da könne man die anderen nicht einfach am Set stehen lassen. Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte Preuß Anfang der Zweitausenderjahre in der Kinderserie "Schloss Einstein". Einem größeren Publikum wurde sie 2005 in ihrer Rolle in der ARD-Vorabendserie "Türkisch für Anfänger" bekannt. Seitdem hatte sie Auftritte in Krimis wie dem "Tatort" oder in Kinofilmen wie "Rubbeldiekatz". Aktuell leiht sie ihre Stimme in "Zoomania 2" dem Charakter der Hasen-Polizistin Judy Hoops.