Das neue Standardgewehr der Bundeswehr kommt in der Truppe an. Die ersten Modelle sollen in der kommenden Woche in Bayern übergeben werden. Die Soldaten des Heeres erhalten die ersten Modelle ihres neuen Sturmgewehrs G95. Eine symbolische Übergabe der ersten Waffen gebe es am kommenden Donnerstag auf dem bayerischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr an das Panzergrenadierbataillon 122, teilte das Heer mit. Insgesamt erhalte das Bataillon rund 300 Exemplare der neuen Waffe. "Das Deutsche Heer erhält mit dem neuen Sturmgewehr eine Waffe, die Maßstäbe setzt. In Präzision, Zuverlässigkeit und Modularität", erklärte dazu Generalleutnant Heico Hübner, Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres. G36 ausgemustert Um das Vorläufermodell G36 hatte sich 2012 eine Affäre entwickelt, die mit Hinweisen auf Probleme mit der Treffgenauigkeit begonnen hatte. Späteren amtlichen Untersuchungen zufolge traten diese nach zu langen Schussfolgen oder auch unter Hitzeeinwirkung als Folge thermischer Überlastung auf. Vor Gericht wurde – vereinfacht gesagt – festgestellt, dass die Waffe für den bestimmungsgemäßen Zweck funktioniert und die Bundeswehr erhielt, was sie bestellt hat. Die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte dennoch 2015 entschieden, das G36 auszumustern.