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Verena Altenberger: Schauspielerin über Probleme der Branche – und Politik

Verena Altenberger zählt zu den bekanntesten Filmstars Österreichs. t-online traf sie zu einem Gespräch über Europa, die Filmbranche und Zukunftsängste. Es gibt Schauspielerinnen und Schauspieler, die ausschließlich über das eine Projekt sprechen, das sie bewerben wollen. Und es gibt solche, die ihre Meinung zu gesellschaftspolitischen Angelegenheiten äußern, erklären, wo sie Verbesserungsbedarf sehen und die Lösungsansätze gleich mitliefern. Zu diesen Künstlerinnen gehört Verena Altenberger. Mit t-online hat die 38-jährige Österreicherin nicht nur über ihren aktuellen Film "Das Leben der Wünsche" gesprochen, sondern auch über Probleme innerhalb der Schauspielbranche, die Abhängigkeit von der Politik und ihren Blick auf Europa. t-online: Frau Altenberger, wollten Sie eigentlich immer schon Schauspielerin werden? Verena Altenberger: Ja, es hat aber erst auf Umwegen geklappt. Vor dem Schauspielstudium habe ich Publizistik studiert und dann in Brüssel gearbeitet. Ich wollte unbedingt ein Teil dieser Europäischen Union sein – dem größten und erfolgreichsten Friedensprojekt der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass die EU uns den Frieden erhält. Aber dafür müssen wir ein starkes, vereintes Europa sein. Anders wird es nicht funktionieren. Warum nicht? Es gibt Kräfte, die aktiv dagegen agieren, und es gibt Kräfte, die diesen negativen Kräften nachlaufen und in dieselbe Falle tappen. Dabei ist es doch inzwischen belegt, dass ein Anbiedern an die Rechten diese nur stärker macht. Es gibt aber auch zu wenige positive Erzählungen, auch bei den demokratischen Kräften. Viele wissen, was sie nicht wollen: nicht die AfD und nicht die FPÖ – aber das ist zu wenig als Antrieb. Sie müssen formulieren können, was sie wollen. So funktioniert auch das Geschäftsmodell von Social Media: Alles, was Angst und Empörung auslöst, wird durch die Algorithmen bevorzugt. Ist das einer der Gründe, weshalb Sie nichts Privates mehr auf Instagram posten? Das ist furchtbar – und ich finde, das gehört reguliert. Als starker Staat und als starkes Europa muss man in diesen Social-Media-Markt eingreifen und ihn einschränken. Es ist wichtiger, die Demokratie zu verteidigen, als sich einer Handvoll amerikanischer Tech-Konzerne anzubiedern. Abgesehen davon hatte ich dieses Bedürfnis nach "privater Öffentlichkeit" noch nie. Gleichzeitig nutzen Sie aber Instagram beruflich. Ist das kein Widerspruch? Nein, das geht kaum noch anders. Ich möchte ja, dass meine Arbeit gesehen wird. Dafür ist Instagram wichtig. Nach 15 Jahren in der Schauspielbranche: Wo sehen Sie den dringendsten Verbesserungsbedarf? Es gibt immer noch viel, das man verbessern könnte. Kolleginnen mit Kindern haben es zum Beispiel aufgrund mangelnder Akzeptanz und Planbarkeit unfassbar schwer. Das ist ungerecht. Warum sollten nur kinderlose Männer oder Frauen diesen Beruf erfolgreich ausführen dürfen, weil sie die zeitlichen Kapazitäten dafür haben? Das gilt übrigens nicht nur für unsere Branche. Wie könnte eine familienfreundliche Lösung in Ihren Augen aussehen? Das Jahr ist für uns schwer planbar, sogar einen Überblick über die nächste Woche hat man nur selten. Meistens kommt nach Drehende des jeweiligen Tages die Disposition für den nächsten Tag. Wenn ich also auf eine Babysitterin angewiesen bin, muss ich die im Zweifel abends um 23.30 Uhr anrufen und sagen, dass ich sie am nächsten Morgen um 6 Uhr brauche. Betriebliche Kinderbetreuung könnte eine Lösung sein. Dafür bräuchten wir allerdings ein verlässliches Fördersystem, der Film hat ja jetzt schon zu wenig Geld. Wo hakt es da? In Österreich wurde die Förderung erst mal komplett gestrichen, das ist dramatisch. In Deutschland wird immer wieder darüber debattiert. Ich finde es schlimm, dass wir so abhängig von der Politik sind. Film ist ein wichtiges Kulturgut. Das ist etwas Schützens- und Erhaltenswertes. Dass es da kein stabiles Fördersystem gibt, auf das man sich mal ein Jahrzehnt verlassen kann, finde ich wahnsinnig ärgerlich und respektlos. Politik muss Prioritäten setzen, Geld fehlt aber an allen Ecken und Enden. Wo würden Sie denn konkret Geld sparen, um die Filmförderung zu erhalten oder gar zu verbessern? Film braucht Starthilfe, bringt dann aber Geld – Steuereinnahmen, Millionen an Wertschöpfung und fast unermesslichen Wert im Tourismus , das ist ja immer Wahnsinnswerbung. Zudem müssen Filmteams wohnen, essen und bevölkern Orte, die weit über ein Land gestreut sind. Es ist also eine Fehleinschätzung, dass wir Geld verbrauchen. Wir vermehren es vielmehr und es fließt in die Staatskasse zurück. Ihr neuester Film heißt "Das Leben der Wünsche". Der Protagonist steckt zu Beginn des Films beruflich und privat in sämtlichen Sackgassen. Hatten Sie eine solche Phase auch schon einmal in Ihrem Leben? Auf jeden Fall. In Österreich sagt man: "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen." Es gibt diese Phasen, wo eine Sache nach der anderen schiefgeht. Und wenn man denkt, es müsste jetzt mal aufhören, weil man keine weitere Katastrophe ertragen kann, dann kommt sie trotzdem. Also ja, das hatte ich auch schon, vom Großen bis zum Kleinen. Wie machen Sie sich denn in solchen Zeiten bewusst, dass Sie dankbar sein sollten für das, was Sie haben? Ich denke, es darf auch Zeiten geben, in denen man mal nicht dankbar ist für das Positive. Wenn die eigene Mutter stirbt, muss man nicht denken, "aber zum Glück lebt mein Hund". Es darf auch mal alles einfach nur Scheiße sein. Um wieder rauszukommen, hilft mein Freundinnennetz. Im Guten wie im Schlechten sind meine Freundinnen da. Was macht Sie hoffnungsvoll? In diesen schwierigen Zeiten können wir im Einzelnen und als Gesellschaft zeigen, dass wir das Ruder rumreißen. Wenn Dinge auf der Kippe stehen, kann man sich entscheiden. Das gilt individuell und gesellschaftlich. Insofern ist eine Krisenzeit immer eine Hoffnungszeit.

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