Nathalie Armbruster gehört zu den Besten in der Nordischen Kombination der Frauen. Ein Umstand aber ruft bei der 19-Jährigen Unverständnis hervor – sie wird deutlich. Dass die Nordischen Kombiniererinnen 2026 nicht bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo antreten dürfen, beschäftigt Nathalie Armbruster weiterhin stark. "Es tut richtig, richtig weh", sagte die Gesamtweltcup-Siegerin im Interview mit Eurosport . Armbruster äußerte dabei deutliche Kritik am Internationalen Olympischen Komitee. Dass Frauen im 21. Jahrhundert noch immer nicht gleichgestellt seien, bezeichnete sie als "eine riesige Sauerei". Für die Olympischen Spiele in Italien bleibt die Nordische Kombination der Frauen außen vor. Erst 2020 gab es den ersten Weltcup der Disziplin. Ob der Wettbewerb 2030 in Frankreich überhaupt noch zum Programm zählt, ist offen. Zwar fordert das IOC offiziell die Gleichstellung der Geschlechter, bemängelt gleichzeitig aber das Leistungsgefälle. Nur wenige Nationen wie Deutschland und Norwegen seien derzeit in der Weltspitze vertreten. Der Weltverband FIS verweist hingegen auf steigende Teilnehmerzahlen bei Athletinnen und Nationen. Beschluss für 2030 soll folgen Armbruster kündigte an, nicht lockerzulassen: Sie wolle "kämpfen und kämpfen", bis das IOC hinschaue. Das Niveau sei in den vergangenen Jahren "extrem gesteigert" worden. Nun hoffe sie, bis zur nächsten Entscheidung beweisen zu können, dass die Frauen "verdient haben, bei Olympia dabei zu sein". Ein Beschluss für 2030 soll nach den Winterspielen in Italien folgen. Am 5. Dezember beginnt für die Kombiniererinnen um Armbruster die neue Weltcupsaison im norwegischen Trondheim. Persönlich will die Athletin aus dem Schwarzwald, die inzwischen ihr Abitur gemacht hat, den Druck nicht zu groß werden lassen. Nach ihrem starken Vorjahr und der damit verbundenen Erwartung sagte sie, es wäre "schon cool, wenn ich wieder um die Top-Drei-Platzierungen im Gesamtweltcup kämpfen könnte".