Hertha BSC nimmt die Aufstiegsränge ins Visier. Den Berlinern gelingt der nächste Sieg. Einen Rückschlag muss dahingegen der VfL Bochum hinnehmen. Das Team der Stunde in der 2. Bundesliga heißt Hertha BSC . Der Hauptstadtklub hat am Freitagabend sein fünftes Pflichtspiel in Serie gewonnen und klettert in der Tabelle vorerst auf Rang vier. Vor heimischem Publikum besiegten die Berliner Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0). Es war für die Mannschaft von Stefan Leitl gleichzeitig das fünfte Spiel in Folge ohne Gegentor. Im Parallelspiel ging der VfL Bochum erstmals unter Uwe Rösler als Verlierer vom Platz. Nach zehn Punkten aus den ersten vier Ligaspielen unter dem neuen Trainer setzte es zu Hause gegen Aufsteiger Dynamo Dresden eine 1:2-Niederlage (0:2). Hertha BSC – Eintracht Braunschweig Marten Winkler (56.) erzielte beim etwas schmeichelhaften Sieg das Berliner Tor. Braunschweig rutschte nach der achten Niederlage in den vergangenen neun Spielen auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Die Gäste erwischten vor 42.895 Zuschauern im Olympiastadion den besseren Start. Innenverteidiger Patrick Nkoa verpasste nach einer Standardsituation per Kopf aus kurzer Entfernung knapp die Führung (8.). Die Berliner taten sich offensiv schwer. Braunschweig machte das Zentrum dicht, und das Flügelspiel der Gastgeber lahmte. Die Niedersachsen blieben in der ersten Halbzeit das gefährlichere Team. Nach einem Ballverlust von Diego Demme vergab aber auch Christian Conteh seine Chance (45.+1). Auch nach dem Wechsel mangelte es dem Spiel der Gastgeber zunächst an Tempo und Kreativität. Braunschweig machte die Räume eng und geriet doch in Rückstand. Kapitän Fabian Reese flankte, und Winkler köpfte ein. Danach scheiterte Linus Gechter an Gäste-Torhüter Ron-Thorben Hoffmann (58.). VfL Bochum – Dynamo Dresden Alexander Rossipal (26.) und Vincent Vermeij (45.+1) erzielten die Tore für die Sachsen, die ihren zweiten Auswärtssieg der Saison feierten. Cajetan Lenz (59.) verkürzte für den VfL. Der 18-jährige Francis Onyeka scheiterte mit einem Foulelfmeter (76.). Bochum begann dominant, auch wenn die Fans in den ersten zwölf Minuten aus Protest gegen schärfere Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien schwiegen. Doch hochkarätige Chancen sprangen dabei nicht heraus. Dresden überstand diese Phase unbeschadet und nutzte gleich die erste gute Möglichkeit zur Führung: Rossipals ersten Schuss blockte noch Verteidiger Felix Passlack, doch der Nachschuss saß. Es war das erste Bochumer Gegentor nach 299 Pflichtspielminuten. Die Gäste übernahmen die Spielkontrolle und erhöhten noch vor der Pause auf 2:0. Nach einer Hereingabe von Rossipal, die Felix Passlack nicht verhinderte, traf Vermeij. Mit dem eingewechselten Kapitän Philipp Hofmann schaltete Bochum nach der Pause gleich mehrere Gänge hoch, Lenz gelang folgerichtig der Anschluss. Dynamo-Keeper Lennart Grill verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich durch Philipp Strompf (71.). Dann foulte er Hofmann im Strafraum, doch Onyeka schoss allzu lässig am Tor vorbei.