Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser, vor knapp einem Jahr haben islamistische Rebellen Baschar al-Assads Regime gestürzt. Der syrische Diktator floh nach Moskau, seither ist der ehemalige Terrorist Ahmed al-Scharaa der neue starke Mann in Damaskus. Er verspricht Stabilität und die Achtung der Minderheiten, trifft sich mit US-Präsident Donald Trump und erhält Geld aus den arabischen Golfstaaten, die den iranischen Einfluss zurückdrängen möchten. Doch die Milizen hat Scharaa noch nicht im Griff. Im Frühjahr flammten neue Kämpfe auf, im Süden des Landes und an der Mittelmeerküste kam es zu Massakern an Drusen und Alawiten. Trotzdem glauben viele Syrer an eine bessere Zukunft – und in Europa wollen viele Politiker ebenfalls daran glauben. Hierzulande werden erhitzte Debatten geführt, ob syrische Flüchtlinge aus Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren können: Ist das zumutbar, vielleicht sogar dringend notwendig für den Wiederaufbau des Landes – oder unrealistisch und daher vermessen, derlei zu verlangen? Wie ist die Lage wirklich, rund ein Jahr nach Assads Sturz? Christian Schneider ist Geschäftsführer des Kinderhilfswerks Unicef und soeben von einer Reise durch Syrien zurückgekehrt. In unserem Podcast berichtet er von seinen Erlebnissen zwischen Bürgerkriegsruinen und der Hoffnung auf einen stabilen Staat: Gelingt Syrien der Neuanfang oder zerfällt das Land in einen Flickenteppich rivalisierender Milizenzonen – mit neuen Risiken auch für Deutschland? Schneiders Antworten haben mich klüger gemacht, daher empfehle ich Ihnen unser Gespräch : Abonnieren auf Spotify | Apple Podcasts || Transkript lesen Mehr zur Arbeit von Unicef in Syrien erfahren Sie hier. Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit produktiven Gedanken. Der nächste Tagesanbruch kommt am Montag von unserer Reporterin Annika Leister. Ihr Florian Harms Chefredakteur t-online E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de Gefällt Ihnen der Tagesanbruch? Dann leiten Sie diesen Newsletter an Ihre Freunde weiter. Haben Sie diesen Newsletter von einem Freund erhalten? Hier können Sie ihn kostenlos abonnieren. Alle bisherigen Tagesanbruch-Ausgaben finden Sie hier . Alle Nachrichten von t-online lesen Sie hier . Mit Material von dpa.