Der Europameister von 2016 erlebt gegen Armenien eine kuriose Anfangsphase. Dann aber brechen alle Dämme. Portugal hat die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 am letzten Spieltag perfekt gemacht – und das mit einem wahren Tor-Spektakel. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez, die ohne den rotgesperrten Cristiano Ronaldo auskommen musste, gewann in Porto mit 9:1 (5:1) gegen ein hoffnungslos überfordertes Armenien und reist damit zum Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Renato Veiga (7. Minute) eröffnete den Torreigen am Sonntagnachmittag, Gonçalo Ramos (28.) und je drei Tore von João Neves (30., 41., 81.) und Bruno Fernandes (45.+3/Foulelfmeter, 51., 72./Foulelfmeter) ließen das heimische Publikum vielfach jubeln. Francisco Conceição markierte den Ednstand (90.+2). Eduard Spertsyan (18.) hatte den nur kurz währenden Ausgleich für die Gäste erzielt. Cristiano Ronaldo: Sie trauen sich nicht, ihn abzusägen Mildere Strafe? Portugal will Ronaldo-Rot anfechten Schon lange vor Schlusspfiff feierten die Fans den zweithöchsten Sieg in Portugals Geschichte, vor allem aber die WM-Teilnahme. Höher hatte Portugal nur beim 9:0 gegen Luxemburg im September 2023 gewonnen. Ellenbogencheck vermiest wmöglich WM-Start Ronaldo steht nun vor seiner sechsten WM, dies ist noch keinem Fußballer gelungen. Offen ist aber, ob der dann 41-Jährige in einem oder gar zwei Gruppenspielen fehlen wird. Portugals Verband will beim Weltverband Fifa offenbar eine kurze Sperre erwirken und den Topstar für den Start der Endrunde freiboxen. Laut der portugiesischen Zeitung "A Bola" will der Verband FPF eine Sperre von nur einem Spiel beantragen. Üblich sind bei Tätlichkeiten wie Ronaldos Ellbogencheck in Dublin mindestens drei Partien. Damit würde er die ersten beiden WM-Gruppenduelle verpassen. Auch seine Jagd nach Bestmarken würde dann gebremst. Portugals Rekordspieler und -torschütze ist der bisher einzige Spieler, der bei fünf verschiedenen WM-Turnieren jeweils mindestens ein Tor erzielte: 2006 (1), 2010 (1), 2014 (1), 2018 (4) und 2022 (1). Portugal hatte zuvor drei Matchbälle verstreichen lassen: Bei 2:2 gegen Ungarn fehlten nur wenige Sekunden zum Sieg, anschließend folgte ein 0:2 in Irland – mit der Roten Karte gegen Ronaldo als Tiefpunkt.