Trotz millionenschwerer Umbauten in Innsbruck wird das Risiko vom Weltverband als zu hoch eingestuft. Nun startet der Wettbewerb stattdessen in Deutschland. Der Auftakt des Rodel-Weltcups wird nicht wie geplant im österreichischen Igls stattfinden. Der Eiskanal wurde vom Weltverband FIL nicht freigegeben – stattdessen startet die Saison in Winterberg. Der für rund 30 Millionen Euro modernisierte untere Abschnitt der Bahn in Igls erfüllt laut FIL trotz Nacharbeiten nicht die technischen Anforderungen. Besonders die Kurven 13 und 14 gelten weiterhin als zu gefährlich. Bereits in der vergangenen Woche hatten Bob- und Skeleton-Athleten das Risiko als zu hoch eingestuft. "Klarer Wettbewerbsnachteil" Der österreichische Cheftrainer Christian Eigentler sagte: "Wir werden unsere Sportler nicht einem derart hohen Verletzungsrisiko aussetzen, das wäre unverantwortlich." Für das österreichische Team bedeutet die Absage einen empfindlichen Rückschlag. "Wir verlieren ausgerechnet in einer Olympiasaison den Heim-Weltcup und unsere wichtigste Trainingsstätte. Für uns ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil", so Eigentler. Auch Verbandspräsident Markus Prock äußerte deutliche Kritik: "Der Igler Eiskanal wurde modifiziert, um den Weltcupstatus für Bob und Skeleton zu sichern und ist jetzt für die Rodler nicht befahrbar. Da fehlt völlig das Verständnis, zumal sehr viel Geld im Spiel ist." Er forderte einen erneuten Umbau und rechnet mit zeitnahen Maßnahmen durch die Verantwortlichen. Der Rodel-Weltcup beginnt nun am Wochenende vom 5. bis 7. Dezember im sauerländischen Winterberg.