Jahrelang wurde der Leichtathletik-Weltverband von eigenen Mitarbeitern um eine hohe Geldsumme geprellt. Der Betrug hat nun Folgen. Ein schwerer Diebstahl erschüttert den Leichtathletik-Weltverband. Über Jahre hinweg sollen zwei ehemalige Mitarbeiter und ein früherer Berater World Athletics um insgesamt 1,5 Millionen Euro betrogen haben. Der Verband hat den Vorfall nun öffentlich gemacht – und kündigt Konsequenzen an. Wie World Athletics mitteilte, waren die unrechtmäßigen Zahlungen über mehrere Jahre erfolgt. Einer der beteiligten Mitarbeiter hatte den Verband bereits verlassen, bevor der Betrug auffiel. Die anderen beiden wurden nach einer internen Untersuchung entlassen. Die Fälle seien bei den Behörden angezeigt worden. Sebastian Coe, Präsident des Verbands, kündigte an, man werde finanziell alles dafür tun, damit die volle Härte des Gesetzes angewendet werde. Coe sagte: "Zu viele Organisationen kehren Vorfälle wie diesen unter den Teppich." Oft würden Arbeitsverhältnisse mit nur wenigen Informationen beendet, wodurch die Täter ihre Taten andernorts fortsetzen könnten. "Wir sind nicht eine solche Art von Organisation", stellte der 69-Jährige klar. Zwar sei die Situation "nicht angenehm", aber es sei entscheidend, das Richtige zu tun.