Vincent Kompany gerät vor dem Pokalduell gegen Köln über den Shootingstar des Gegners ins Schwärmen. Der Weg des 19-jährigen Toptalents scheint vorgezeichnet. Normalerweise spricht Bayern-Trainer Vincent Kompany nur äußerst ungern im Detail über gegnerische Spieler. Im Fall von Saïd El Mala machte der Belgier vor dem Pokalduell am Mittwoch beim 1. FC Köln (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online) aber eine Ausnahme. Und während er über das deutsche Toptalent sprach, geriet Kompany förmlich ins Schwärmen. Kölns Stil stehe für schnelle Gegenstöße, die schon "vielen Mannschaften weh getan" hätten, betonte der Bayern-Coach und "wenn am Ende der Konter ein Tor fällt, hat dieser Junge viel damit zu tun". Warum? "Er hat die erste Beschleunigung – und dann nochmal eine zweite. Das überrascht viele Verteidiger. Und er kann aus dieser Hochgeschwindigkeit immer zum Schießen kommen", sagte der ehemalige Weltklasseinnenverteidiger über El Mala. Köln-Juwel schon Topscorer bei der U19-EM El Mala gehört zu den Entdeckungen dieser Saison und wirbelte schon so manche Abwehrreihe durcheinander. In seinen ersten neun Pflichtspielen für den FC kommt er bereits auf drei Treffer und eine Vorlage. Auch am Samstag beim Spiel in Dortmund (0:1) gehörte er mal wieder zu den auffälligsten Akteuren. Das war auch schon bei der U19-EM im Sommer der Fall, wo er es mit der DFB-Auswahl bis ins Halbfinale schaffte und mit vier Toren und drei Vorlagen als Topscorer in die Elf des Turniers gewählt wurde. Kein Wunder, dass ihn zahlreiche internationale Spitzenklubs längst im Auge haben. Unter anderem Paris Saint-Germain, Inter Mailand und Manchester City sollen seine weitere Entwicklung genau verfolgen. Auch die Verantwortlichen des FC Bayern haben El Mala längst im Blick. Am Mittwoch spielt er nun erstmals im direkten Duell beim Rekordmeister vor. El Mala hat in Köln allerdings einen Vertrag bis 2030 unterschrieben, der keine Ausstiegsklausel beinhalten soll. Ein Transfer des Toptalents könnte also teuer werden. Und mit jedem weiteren Treffer noch kostspieliger. Dass El Mala dennoch jetzt schon ein Spieler ganz nach seinem Geschmack ist, daran ließ Kompany jedenfalls keinen Zweifel.