Neu übersetzt | Wiederentdeckung: „Chéri“ von Colette
Einige Romane altern in Würde – auch wenn sie im Paris der Belle Époque spielen. Einer unter ihnen thematisiert sogar das Altern an sich: fein, hellsichtig und illusionslos. Vielleicht wirkt er gerade deshalb so jung, als sei er eben erst geschrieben worden.
Annie Ernaux schien den Vergleich zu fürchten
Vor 105 Jahren schenkte uns Sidonie-Gabrielle Claudine Colette, kurz Colette – eine der Chronistinnen weiblicher Selbstbestimmung – ihren schlanken Roman Chéri. Eine vielschichtige Studie über Schönheit und Vergänglichkeit, die das gesellschaftlich ambivalente Verhältnis zwischen älteren Frauen und jungen Liebhabern seziert.
Léa de Lonval ist die eigentliche Protagonistin dieser Geschichte: eine alternde, kultivierte und wohlh
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