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Trumps Militärparade: Eine Nation als Kampfmaschine

Während Donald Trump mit einer Militärparade seinen Geburtstag feiert, erschüttert ein politischer Anschlag das Land. Zwischen Roboterhunden, Jubelrufen und Protesten bleibt die Frage: Wohin steuern die USA? Bastian Brauns berichtet aus Washington "Jedes andere Land feiert seine Siege", ruft US-Präsident Donald Trump . "Es ist an der Zeit, dass Amerika das ebenfalls tut." Seine Worte schallen über die National Mall. Zwischen dem Weißen Haus und dem Washington Monument ist eine große Bühne aufgebaut. Große Videoleinwände übertragen seine rund acht Minuten lange Rede an diesem Tag, an dem er seinen 79. Geburtstag mit einer 45 Millionen Dollar teuren Militärparade feiert. Offiziell soll der Anlass das 250. Jubiläum der US-Armee sein. Aber es ist ein offenes Geheimnis: Seit Donald Trump vom französischen Präsidenten im Jahr 2017 am Bastille Day zu einer großen Militärparade eingeladen worden war, wollte er so etwas auch selbst veranstalten. Damals während seiner ersten Präsidentschaft redeten ihm die eigenen Generäle im Pentagon das noch aus. Dieses Mal muss Trump offenbar niemanden mehr überzeugen. Er bekommt sein Geschenk, das mehr sein als nur ein Jubiläum ist. Trump geht es um ein neues Selbstverständnis für das ganze Land. Ein Land als Kriegsmaschine und ein Kämpfer, der nie diente Als die ersten von rund 7.000 Truppen entlang der Constitution Avenue, die an die Verfassung der Vereinigten Staaten erinnern soll, ruft der Kommentator dieser Parade durchs Mikrofon: "Unser Militär ist älter als unsere Nation." Er setzt damit den Ton. Amerika, das ist an diesem Tag nicht in erster Linie diese Idee von der ersten Demokratie. Die Botschaft soll sein: Schon vor ihrer Geburtsstunde waren die USA im Grunde eine Militärnation, ein Land des Kampfes. Auch Donald Trump inszeniert sich gerne als Kämpfer, auch wenn er nie gedient hat. Der Commander-in-Chief, Amerikas Oberbefehlshaber, steht auf der Tribüne und sagt: "Unsere Soldaten geben niemals auf. Sie ergeben sich niemals und geben niemals auf. Sie kämpfen, kämpfen, kämpfen. Und sie gewinnen, gewinnen, gewinnen." Als er die Worte "Fight, Fight, Fight" spricht, reckt ein Mann in der Menge die Faust in den Himmel. So wie es Trump im vergangenen Wahlkampf tat, als er von einem Attentäter beinahe erschossen wurde. Er hatte Glück, dass die Kugel nur sein rechtes Ohr streifte. Ein Schatten liegt auf der Feier Eine demokratische Abgeordnete und ein Senator aus Minnesota hatten keines. Ein mutmaßlich politisch motivierter Täter schoss die beiden wenige Stunden zuvor einfach nieder. Die Politikerin erlag ihren Verletzungen. Der Senator wurde schwer verletzt. Der Täter, ein Mann mit rechtsextremistischem Gedankengut, konnte vorerst fliehen. Die Tat liegt wie Schatten auf diesem Tag, an dem Trump eigentlich nur feiern wollte. "Solch grauenhafte Gewalt wird in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht toleriert werden", schrieb Trump am Morgen in seinem sozialen Netzwerk "Truth Social". Am Abend aber starren dann hunderte Gewehre und die Rohre und Kanonen der Panzer und Haubitzen. Drohnen schwirren über den Soldaten und sogar Roboterhunde staksen durch die Straßen. Sie geben einen Eindruck davon, wie Kriege künftig geführt werden können. Panzergrenadiere sitzen auf den Luken ihrer Kettenfahrzeuge und winken ins jubelnde Publikum am Straßenrand. Einer formt mit seinen Händen ein Herz. Ein anderer greift nach der Bordkanone, grinst und gibt vor, mit ihr zu schießen. "Let's go Boys", ruft ein Mann aus der Menge. Es sind ungewohnte Bilder im sonst zutiefst liberalen Washington. Dort, wo 1971 die großen pazifistischen Protestaktionen gegen den Vietnamkrieg begannen. In einer koordinierten Welle aus zivilem Ungehorsam prangerten damals rund 40.000 Demonstranten die anhaltende militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in Vietnam an. Heute marschieren die Truppen in den Uniformen dieser Ära durch die Straßen. Am Himmel kreisen jene zweimotorigen Chinook-Hubschrauber, die für diesen brutalen Krieg einst entwickelt wurden. Trump hat diesen Krieg nur aus der Ferne verfolgt. Erfolgreich entzog er sich dem Militärdienst. Er hatte Wichtigeres zu tun. 1971 wurde er zum Präsidenten seines Unternehmens ernannt und begann, "The Trump Organization" als Dachmarke zu nutzen. Es war dasselbe Jahr, als er im Alter von 25 Jahren schließlich nach Manhattan zog. Das Militär war Trump im Grunde immer fremd. Während seiner ersten Präsidentschaft soll er sich geweigert haben, einen Soldatenfriedhof in Frankreich zu besuchen, weil der "voller Verlierer" sei. Es ist eine Geschichte, die Trump als vollkommen falsch bezeichnet. Veteranen tragen sie ihm bis heute nach. Protest aus Patriotismus Am Rande der Parade in Washington formiert sich wie in hunderten amerikanischen Städten an diesem Tag auch Gegenprotest. Unter dem Motto "No Kings" klagen die Demonstranten Trump an, das Land als Möchtegern-König immer weiter in eine Diktatur zu steuern. Die Militärparade sei dafür nur ein weiteres von vielen Indizien. Gegenüber vom Weißen Haus steht auch der Irak-Veteran Chris Yeazel, um gegen Trump zu demonstrieren. Er kam bewusst hier her aus dem Süden von Kalifornien , es ist sein erster Protest. "Ich habe gesehen, was in Los Angeles geschieht ", sagt er und meint Trumps Entsendung der Soldaten der Nationalgarde und der Marines. "Dabei gab es nur Chaos in ein paar Blocks in der Innenstadt", so Chris. Auch zur Militärparade teilt er seine Überzeugung mit: "Trump beabsichtigt damit, eine Botschaft zu senden, wie man sie sonst nur von Orten wie China oder Nordkorea kennt." Welches Signal das sein soll? "Legt euch nicht mit der Regierung an. Legt euch nicht mit dem Staatschef an", antwortet Chris. Er sorgt sich wegen der politisch motivierten Gewalt in seinem Land. "Ich glaube, Social Media ist an all dem Schuld. In keinem Land der Welt werden die Menschen so hart manipuliert wie in den USA", ist er überzeugt. Und Donald Trump habe genau verstanden, diese Methoden zu nutzen. Ein paar Meter weiter ruft ein Redner ins Mikrofon: "Wir haben es mit einem Möchtegern-Diktator zu tun, der das Militär gegen sein eigenes Volk und gegen Demonstranten aufhetzt und der zu seinem Geburtstag eine Militärparade veranstaltet." Trump würde alle privaten Informationen der Amerikaner an die Meistbietenden verscherbeln, um KI-Datenbanken mit Verhaltensprofilen zu erstellen. In den sozialen Netzwerken werde die Loyalität zum Staat gemessen. Für Gedankenverbrechen werde man bestraft. "Ein faschistischer Militär- und Polizeistaat steht nicht vor der Tür. Er ist längst da", warnt der Mann. Es gibt Applaus. Ein paar Hundert rufen, dass Trump verschwinden müsse. Eine Frau im Publikum, die sie Gene nennt, hat Angst vor einem Bürgerkrieg. "Weil die Menschen immer ärmer gehalten werden, wenden sie sich gegeneinander", sagt sie. Trump würde dieses Feuer immer weiter schüren, indem er Sündenböcke schafft. Das Interesse ist begrenzt Doch der US-Präsident kann auf zahlreiche Anhänger zählen, die fest zu ihm stehen. Trumps Berater Steven Cheung behauptet, dass 250.000 Patrioten gekommen seien, um die Militärparade zu sehen. Ob es das leichte Nieselwetter, der weite Weg oder pures Desinteresse waren, lässt sich schwer sagen – aber in Wahrheit sind es nur wenige Zehntausend. Dort, wo die Massen stehen sollten, klaffen teils große Lücken auf der National Mall. Ein Mann mit roter "Make America Great Again"-Baseballkappe ist trotzdem begeistert. "Vergiss den Protest. Von wegen, Trump will ein König sein", sagt er. "Das ist kompletter Unsinn. Wir haben ihn gewählt und das hier macht einfach Spaß." Er zeigt auf die Panzer, die im Hintergrund vorbeirollen und meint: "Das sind unsere Steuergelder. Und jetzt wissen wir wenigstens, was damit geschieht." Es gehe ihm darum, die Verdienste des Militärs zu ehren und um nichts anderes." Während in Washington die Panzer nur zum Spaß rollen sollen, führt der wichtigste Verbündete im Nahen Osten Krieg gegen den Iran und umgekehrt. Der Mann mit der roten MAGA-Kappe macht sich keine Sorgen, dass die USA in diesen Konflikt hineingezogen werden könnten, auch wenn der Iran auch amerikanische Streitkräfte angreifen könnte. "Trump ist ein Präsident, der gegen Krieg ist", sagt er. Maximal würden sich die USA darum an Luftschlägen beteiligen. "Bodentruppen? Niemals, das wird unter Trump nicht geschehen", ist er überzeugt." Ein Geschenk für den Oberbefehlshaber Zum Abschluss gerät diese Parade, die lediglich die US-Armee feiern soll, dann doch zu einer politischen Veranstaltung. Der Sänger Lee Greenwood darf auftreten und seinen zur inoffiziellen Trump-Hynme gewordenen Song "God bless the USA" singen. Es ist jenes Lied, das bei Trumps Wahlkampf-Events immer dann kommt, wenn er auf die Bühne tritt. Neben Trump stehend, singt Greenwood: "Ich bin stolz, Amerikaner zu sein, dort, wo ich immerhin weiß, dass ich frei bin. Ich werde die Männer nicht vergessen, die dafür gestorben sind, mir dieses Recht zu ermöglichen." Auch hier scheint sie wieder durch, die auf blutigem Kampf gegründete Nation. Es folgt ein großes Feuerwerk. "Happy Birthday, Mr. President", ruft Lee Greenwood. Der wichtigste Mann bleibt auch an diesem Tag Donald Trump. Auf dem Paradengelände und davor: Als sich die Menschen auf den Heimweg machen und durch Ausgänge zwischen den Absperrgittern schieben, werden sie von Gegendemonstranten empfangen. Sie rufen "Fuck Trump!" und "Geht endlich heim, Republikaner!". Es folgen Wortgefechte, in denen die Worte "Fick dich" und "Fass mich nicht an" die häufigsten sind. Polizisten gehen dazwischen und trennen die Streitenden. Trumps Militärparade ist zu Ende. Bezahlt haben sie unter anderem Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, aber auch Palantir, das Softwareunternehmen von Peter Thiel, und die Kryptofirma Coinbase . Hinzu kommen Millionen von Steuerzahlern. Es ist ein Geschenk der vielen für den einen Oberbefehlshaber. Vielen Gästen hat das gefallen. Ein paar beschwingte Frauen mit Trump-Hüten trällern laut im Chor: "Happy Birthday to you, Mr. President!" Ob Donald Trump an seinem 80. Geburtstag zufällig auch das 251. der US-Armee feiern will, ist bislang nicht bekannt. Nur eines scheint sicher: Unter diesem Präsidenten wird das Militär auch weiter zum wohl wichtigsten Bestandteil seiner Macht. So sehr Trump an diesem Tag Stärke demonstrieren will, so schwach wirkt das Land, das er regiert. Wieder einmal wurde auf Politiker geschossen. Und es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein.

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