Israel hat ein großes Gasfeld im Iran bombardiert. Im Gegenzug feuerte der Iran Raketen auf eine Raffinerie in Haifa im Norden Israels. Israel hat offenbar erstmals eine Anlage der iranischen Öl- und Gasindustrie angegriffen. Im Gegenzug hat der Iran die israelische Stadt Haifa angegriffen, in der sich auch Raffinerien befinden. Iranischen Medienberichten zufolge bombardierte Israel das Gasfeld Süd-Pars in der Provinz Buschehr. Ein Teil der Gasproduktion sei daraufhin eingestellt worden, berichtet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Ein örtlicher Brand sei gelöscht worden, teilt das iranische Ölministerium mit. Die israelische Armee hat nach iranischen Medienberichten auch ein Treibstoffdepot in der Hauptstadt Teheran attackiert. Das Onlineportal SNN berichtete, dass ein Öl-Lager im Stadtteil Schahran im Nordwesten der Millionenmetropole getroffen worden sei. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle. Unmittelbar nach dem Vorfall trafen Einsatz- und Rettungskräfte ein. Auch in anderen Teilen der Stadt meldeten Augenzeugen heftige Explosionen. Videos iranischer Medien zeigten in der Nacht brennende Öltanks, aus denen dichter Rauch aufstieg. Offenbar Raffinerie in Haifa Ziel iranischer Angriffe Iranische Raketen zielten am Samstagabend auf die Stadt Haifa im Norden Israels. Ziel sei eine Raffinerie gewesen, berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die israelischen Rettungsdienste erklärten lediglich, dass Wohngebiete nach einem kurzen, aber intensiven Raketenbeschuss getroffen worden seien. Videos in sozialen Medien zeigen Raketen, die offenbar über Haifa niedergehen. Eine offizielle Bestätigung, dass die Raffiniere getroffen wurde, gibt es von israelischer Seite bislang nicht. Die israelische Nachrichtenseite "ynet" meldete, Einwohner im Norden Israels hätten laute Explosionen gehört. Es gab zudem zunächst unbestätigte Berichte über Raketeneinschläge. In Haifa, Israel, befinden sich die Bazan Group Raffinerien, die etwa neun Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr verarbeiten. In dem Industriekomplex werden auch petrochemische Produkte verarbeitet. Nach den ersten israelischen Angriffen auf den Iran am Freitag hatten Sorgen vor einer Beeinträchtigung der Ölversorgung an den Rohstoffmärkten den Ölpreis in die Höhe getrieben. Befürchtet wurde unter anderem eine Blockade der an der iranischen Küste gelegenen Schifffahrtsstraße von Hormus, die von vielen Ölfrachtern für Exporte aus dem Nahen Osten genutzt wird.