Nach nur einem Qualifikationsspiel ist Italien in Sorge um die WM-Teilnahme. Der Trainer zieht offenbar Konsequenzen. Bei der "Squadra Azzurra" gibt es offenbar personelle Veränderungen. Wie unter anderem die Transfer-Journalisten Fabrizio Romano und Gianluca di Marzio berichten, tritt Trainer Luciano Spalletti mit sofortiger Wirkung zurück. Italien hatte am Freitag gegen Norwegen sein WM-Qualifikationsspiel mit 0:3 verloren. In der Folge war die Stimmung im Land des vierfachen Weltmeisters angespannt. Die Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport" sprach beispielsweise von einem "beschämenden Auftritt" und schrieb: "Die Nationalmannschaft, die wir gestern in Oslo gesehen haben, war peinlich. Es ist legitim, an allem zu zweifeln, das Schlimmste vom Schlimmsten zu erwarten." Das "Schlimmste vom Schlimmsten" sei das Verpassen der direkten WM-Qualifikation. Denn Norwegen hat mit drei Siegen aus drei Spielen die perfekte Ausgangslage, um die Gruppe zu gewinnen. Der Gruppenzweite muss in die Play-offs. Spalletti zog nun aus diesen Entwicklungen offenbar Konsequenzen. Eine offizielle Bestätigung des Verbands steht noch aus. Ranieri als Nachfolger? Besonders interessant wäre das Timing: Italien trifft am Montagabend auf Moldau im zweiten Gruppenspiel der WM-Qualifikation. Wer anstelle Spallettis auf der Bank sitzen wird, ist noch nicht bekannt. Als möglicher Nachfolger gilt italienischen Medienberichten zufolge Claudio Ranieri, der zuletzt die Roma aus dem Abstiegskampf nach Europa führte, dann aber das Team aus der Hauptstadt verließ. Der 73-Jährige ist äußerst erfahren und hat den Ruf eines Trainers, der in kurzer Zeit eine Wende schaffen kann. Angesichts der kurzen Dauer bis zur Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada wäre das auch dringend nötig.