Der Modehersteller Gerry Weber steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schieflage. Jetzt zieht das Unternehmen aus Ostwestfalen einen Schlussstrich. Der insolvente Modehersteller Gerry Weber schließt alle seine Geschäfte. Wie das Unternehmen in Halle/Westfalen mitteilte, übernimmt die spanische Modefirma Victrix die deutsche Marke. Dem habe der vorläufige Gläubigerausschuss zugestimmt. Den Angaben zufolge übernimmt das spanische Familienunternehmen die Marke Gerry Weber. Die noch gut 40 Shops und Outlets von Gerry Weber in Deutschland sowie weitere Shops in anderen Staaten sollen hingegen in den kommenden Monaten geschlossen werden. Der neue Markeneigentümer möchte die Gerry-Weber-Damenmode in Deutschland künftig über Handelspartner verkaufen, die auch andere Marken im Sortiment haben. Mitte März hatte das Unternehmen aus Ostwestfalen erneut Insolvenz angemeldet. Das damals erklärte Ziel war, das Unternehmen mit rund 230 in Deutschland Beschäftigten fortzuführen. Schon im März lief die Suche nach einem neuen Eigentümer. Gerry Weber International war zuletzt – 2019 und 2023 – bereits zweimal saniert worden. Vor eineinhalb Jahren waren in Deutschland im Zuge der Insolvenz 122 der 171 eigenen Läden und Outlets geschlossen und etwa 450 Stellen gestrichen worden. Gerry Weber war 1973, damals unter dem Namen Hatex KG, in Halle (Westfalen) gegründet worden. Das Modeunternehmen ist nach eigenen Angaben in mehr als 60 Ländern aktiv. In allen Gesellschaften des Konzerns im In- und Ausland sind demnach insgesamt rund 1.000 Menschen beschäftigt. Mehr Informationen in Kürze.