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SV Elversberg: Frank Holzer – der Pharmaunternehmer hinter dem Dorfklub

Elversberg hat nicht einmal einen Bahnhof, schickt sich heute Abend aber dennoch an, in die Bundesliga aufzusteigen. Mitentscheidend ist dafür ein ehemaliger Profi mit seinem Millionenimperium. 2:0 geführt und am Ende fast noch verloren – viele Trainer wären bei so einem Spielverlauf nach Abpfiff sauer oder zumindest aufgewühlt gewesen. Nicht so Horst Steffen. Der 56-jährige Übungsleiter der SV Elversberg war nach dem 2:2 im ersten Duell der Bundesliga-Relegation beim 1. FC Heidenheim die Ruhe selbst. Und auch vor dem Rückspiel am Montag (ab 20.30 Uhr im Liveticker von t-online) manifestiert Steffen vor allem eine Devise: nur keine Hektik. Und das vor dem wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte. Diese Attitüde verbindet ihn mit der entscheidenden Figur des rasanten Aufstiegs der Saarländer, die vor drei Jahren noch in der vierten Liga spielten: Frank Holzer. Während sich die Öffentlichkeit bei der Frage nach den Gründen hauptsächlich auf den Trainer fokussiert, zieht der 72-Jährige im Hintergrund die Fäden. Und zwar seit Jahrzehnten. Aktuell ist Holzer Aufsichtsratschef der SVE und mit seinem Arzneimittelunternehmen Ursapharm der wichtigste Sponsor. Geboren wurde er im nahe gelegenen Neuenkirchen. In Elversberg trat er bereits in seinen Jugendtagen gegen den Ball – so erfolgreich, dass es Holzer in den 1970er-Jahren zum Profi schaffte und sich in der Region vor allem als Stürmer des 1. FC Saarbrücken einen Namen machte. Vom Fußballer zum Pharmaunternehmer Noch bekannter wurde der Saarländer dort allerdings nach seinem Karriereende. Nach diesem schloss er ein Pharmaziestudium ab und übernahm Ursapharm, das sein Vater Albrecht 1974 zusammen mit anderen Apothekern aus der Region gegründet hatte. Der ehemalige Profifußballer entwickelte das Unternehmen konsequent weiter und stieg zum Multimillionär auf. Mittlerweile ist es in 80 Ländern aktiv und macht rund 350 Millionen Euro Umsatz. Ähnlich wie seine Unternehmen entwickelte er auch die SVE. 1989 wurde Holzer Präsident des damaligen Landesligisten, den damals rund 800.000 Mark Schulden gedrückt haben sollen. Der neue Chef sanierte den Klub und übernahm die Verbindlichkeiten. Nebenbei sprang er mehrfach als Interimstrainer ein. 2011 übergab er das Präsidentenamt an seinen Sohn Dominik, mit dem er mittlerweile auch Ursapharm leitet. Heute ist Holzer senior Aufsichtsratschef der SVE und tritt trotz des aktuellen Erfolgs eher dosiert in die Öffentlichkeit, drängt keineswegs dorthin. Ähnlich wie Trainer Horst Steffen bleibt er trotz der erhöhten Aufmerksamkeit vor allem eines: ruhig. Der aktuelle Erfolg mit Platz drei in der abgelaufenen Zweitligasaison und der damit verbundenen Qualifikation für die Relegationsspiele ist für Holzer der "Lohn für ruhige, kontinuierliche Arbeit." Anders als bei vielen Traditionsklubs arbeitet das Kernpersonal der Elversberger mit Trainer Steffen, Manager Nils-Ole Book und den Holzers schon seit Jahren zusammen ( mehr zu den sportlichen Erfolgsfaktoren der Elversberger lesen Sie hier ). Skandale oder öffentliche Reibereien gibt es bei der SVE nicht. Dafür allerdings ordentlich Sponsorengelder von Holzers Unternehmen. Ursapharm ist Namensgeber des Stadions und mit seiner Eigenmarke Hylo auch Trikotsponsor. Genaue Zahlen, wie viel sich die Holzers das Engagement bei der SVE kosten lassen, sind nicht bekannt. Budget weit entfernt von der Zweitligaspitze Klar ist indes: Von einer Dimension wie in Hoffenheim, wo SAP-Mitgründer Dietmar Hopp seinen Heimatverein dank Finanzspritzen in Multimillionenhöhe vom Amateurfußball in die Bundesliga hievte, ist Elversberg weit entfernt. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt, haben die Elversberger mit rund zehn Millionen Euro einen der niedrigeren Etats der zweiten Liga. Sicher ist dem Klub allerdings die Unterstützung der regionalen Wirtschaft – besonders aus dem Mittelstand. Die SVE hat etwa 400 Businesspartner und damit fast den gesamten Mittelstand des Saarlands an ihrer Seite. Förderlich ist dabei natürlich Holzers Verwurzelung in der Region – und sein wirtschaftlicher Einfluss. Keller der Kfz-Werkstatt als Umkleidekabine Und der wirkt sich auch auf die Infrastruktur aus – obwohl diese (noch) nicht bundesligatauglich ist. Vor nicht allzu langer Zeit haben sich die Spieler vor einer Partie noch im Keller einer benachbarten Kfz-Werkstatt umgezogen. Das ist mittlerweile zwar Geschichte, doch zum Training fahren die Profis weiterhin ins benachbarter St. Ingelbert. Dort baut der Klub gerade ein neues Trainingszentrum, was sinnbildlich dafür ist, dass sich im Umfeld einiges gut entwickelt. Während Großinvestitionen in die Mannschaft eher die Ausnahme sind (im vergangenen Jahrzehnt investierte die SVE nicht einmal 1,5 Millionen Euro in Neuzugänge), sieht das bei der Infrastruktur ganz anders aus. Beispielsweise in Sachen Stadion. Die in die Jahre gekommene Arena an der Kaiserlinde wird derzeit umgebaut. Dabei wäre ein Umzug ins etwa 20 Kilometer entfernte Saarbrücker Ludwigsparkstadion, das frisch modernisiert ist, wohl deutlich kostengünstiger gewesen. Doch stattdessen wurden über 30 Millionen Euro in den Umbau des eigenen Stadions investiert. Das Geld dafür stammt von einem unbekannten Investor. 2026 soll dann alles fertig sein – und das Fassungsvermögen von rund 10.000 auf knapp 16.000 Plätze erhöht werden. Inklusive kombinierter Steh-VIP-Plätze. Dass das Businesspublikum in einem Stadion steht, wäre eine Premiere im deutschen Profifußball. So wie Elversberg in der Bundesliga.

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