Manchmal steht man im ruhigen Auge eines Buh-Orkans, blickt sich um und bleibt dennoch ratlos. Was mag Premierengäste des neuen "Tannhäusers" von Lydia Steier an der Wiener Staatsoper dazu bewegen, die Contenance zu verlieren und in eines ESC-Siegers würdigen Counterhöhen das Regieteam auszubuhen? Dass der Abend überraschend traditionell ausfällt, dürfte im Haus am Ring wohl kaum diesen Widerspruch hervorrufen.