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Sport kompakt: Galatasaray-Spieler Elabdellaoui durch Feuerwerk verletzt

Stern 
Sport kompakt: Galatasaray-Spieler Elabdellaoui durch Feuerwerk verletzt

Man-United-Profi Cavani wegen Instagram-Post für drei Spiele gesperrt +++ THW Kiel triumphiert in der Champions League +++ Engländer wirft ersten Neun-Darter bei einer WM seit fünf Jahren +++ Sport-News im Überblick.

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden irgendwo auf der Welt mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz weiniger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball.

1. Januar: Galatasaray-Spieler Elabdellaoui durch Feuerwerk verletzt

Der norwegische Fußballprofi Omar Elabdellaoui vom Istanbuler Verein Galatasaray ist in der Silvesternacht von explodierendem Feuerwerk verletzt worden. Der ehemalige Spieler von Eintracht Braunschweig sei ins Krankenhaus eingeliefert worden und werde dort behandelt, berichtete die türkische Zeitung "Hürriyet".

Das Feuerwerk habe Augen und Hände des Spielers verletzt, hieß es. Ein Auge sei stärker verletzt als das andere. Ob und wie das seine Fußballkarriere beeinträchtigen wird, könne man noch nicht sagen. Es gehe ihm aber besser als gestern, sagten behandelnde Ärzte.

Sein ehemaliger Club Eintracht Braunschweig twitterte, man sei erschüttert von der Nachricht. "Wir wünschen @OmarEla14 gute Besserung und eine schnelle und vollständige Genesung!"

Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass der norwegische Nationalspieler für Schlagzeilen sorgt. Mitte November war Elabdellaoui positiv auf das Coronavirus getestet worden, was die norwegische Nationalmannschaft in Quarantäne geschickt und zur Absage des Länderspiels in Rumänien geführt hatte. Die Uefa hatte das abgesagte Spiel letztlich mit 3:0 für Rumänien gewertet.

31. Dezember: Transfercoup gelungen: Schalke bestätigt Rückkehr von Kolasinac

Dem FC Schalke 04 ist mit der Rückholaktion von Sead Kolasinac kurz vor der Jahreswende ein Überraschungscoup gelungen. Der Fußball-Bundesligist bestätigte, dass der 27 Jahre alte Defensivspieler vom FC Arsenal auf Leihbasis bis zum Saisonende verpflichtet wurde. Der Linksverteidiger, der bereits von 2011 bis 2017 für Schalke gespielt hatte, unterschrieb nach seinem Medizincheck in Gelsenkirchen den neuen Vertrag bis Juni 2021. Zuvor hatten mehrere Medien über den Transfer berichtet.

"Wir haben intensiv an der Rückkehr von Sead Kolasinac gearbeitet und sind richtig stolz, dass mit ihm ein echter Schalker Junge heimkehrt", sagte Sportvorstand Jochen Schneider in einer Mitteilung. "Sead verkörpert genau die Werte, die Schalke 04 auszeichnen und die im Kampf um den Klassenerhalt elementar sind: ein unbändiger Wille und ein starker Charakter."

Mit dem Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina bekommt der neue Schalke-Trainer Christian Gross die erhoffte Verstärkung. Kolasinac erhält die Trikot-Nummer 20 uns soll dem Vernehmen nach sogar die Kapitänsbinde von Omar Mascarell übernehmen. Gross hatte sich trotz der finanziell angespannten Lage beim Tabellen-Letzten Winter-Zugänge gewünscht.

31. Dezember: Man-United-Profi Cavani wegen Instagram-Post für drei Spiele gesperrt

Torjäger Edinson Cavani von Manchester United ist wegen eines Social-Media-Beitrags vom englischen Fußballverband hart bestraft worden. Der 33-Jährige wurde für drei Pflichtspiele gesperrt und muss eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Pfund (ca. 110.000 Euro) bezahlen. Die FA wertete einen Instagram-Gruß des Uruguayers an einen Freund als "beleidigend, missbräuchlich und unangemessen". Zudem habe Cavani in dem Beitrag vom November auf die Hautfarbe oder ethnische Herkunft Bezug genommen und damit gegen FA-Regeln verstoßen. Cavani fehlt den Red Devils in den kommenden Spielen in der Premier League gegen Aston Villa, im Liga-Pokal gegen Manchester City und im FA-Cup gegen den FC Watford.

Cavani hatte seinem Instagram-Post nach kurzer Zeit gelöscht und sich bereits dafür entschuldigt, dass er darin einen spanischen Begriff für Schwarze ("negrito") verwendet hatte. Der Stürmer betonte, dies sei als liebevoller Gruß gedacht gewesen, und er sei gegen jeden Rassismus. Das Wort "negrito" hat in Südamerika eine andere Bedeutung als in Großbritannien. Sein Club Manchester United stellte sich auch deshalb demonstrativ hinter Cavani.

31. Dezember: Rekord-Rennfahrer Lewis Hamilton zum Ritter geschlagen

Große Ehre für den britischen Rennfahrer Lewis Hamilton: Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister ist zum Ritter geschlagen worden. Nachdem er in diesem Jahr den Rekord von Rennlegende Michael Schumacher eingestellt hat, wurde der 35-Jährige in der traditionellen britischen Neujahrs-Ehrenliste aufgeführt und darf von nun an die Anrede "Sir" führen. Die Liste würdigt herausragende Leistungen in verschiedenen Bereichen, darunter Showbusiness, Sport und Politik, sowie die Beiträge einer größeren Anzahl von Bürgern im Alltag.Pressestimmen Lewis Hamilton 10.25

Eine Gruppe britischer Abgeordneter hatte vergangenen Monat Premierminister Boris Johnson aufgefordert, den Rennfahrer für einen Ritterschlag zu empfehlen. Der Mercedes-Pilot fiel in diesem Jahr nicht nur wegen seines siebten Titels auf: Er setzte sich unter anderem für Gleichberechtigung und Vielfalt ein. Zudem sprach er sich gegen Rassismus und für mehr Demokratie aus. 

29. Dezember: Kiels Handballer gewinnen zum vierten Mal die Champions League 

Glanzvolle Krönung eines außergewöhnlichen Corona-Jahres: Der THW Kiel hat dank einer Galavorstellung zum vierten Mal in der glorreichen Vereinsgeschichte Europas Handball-Thron bestiegen. Der deutsche Rekordmeister gewann am Dienstag in Köln das Finale der Champions-League-Saison 2019/20 gegen den FC Barcelona mit 33:28 (19:16) und holte nach 2007, 2010 und 2012 erneut den Titel in der Königsklasse. Beste THW-Werfer war Niclas Ekberg mit acht Toren.  

Versüßt wurde der sportliche Erfolg mit einer Siegprämie von 500 000 Euro, die der THW gerade in der wirtschaftlich schwierigen Corona-Zeit gut gebrauchen kann. Ein ganz besonderer Triumph ist es für Trainer Filip Jicha, der die Champions League mit den Kielern bereits zweimal als Spieler gewann.  

29. Dezember: James Wade wirft Neun-Darter bei der WM - Erster seit Januar 2016 

James Wade hat am Dienstag den ersten Neun-Darter bei der Weltmeisterschaft seit fast fünf Jahren geworfen. Dem Engländer gelang im Drittrundenmatch gegen seinen Landsmann Stephen Bunting das perfekte Spiel, bei dem man mit neun Würfen die 501 Punkte auf null stellt. Nach zwei Aufnahmen mit jeweils 180 Punkten beendete Wade das Leg mit einem furiosen Finish von 141 Punkten. Der bislang letzte Neun-Darter in der WM-Geschichte kam vom Schotten Gary Anderson im Januar 2016, damals im Halbfinale. Für Wade war es das erste perfekte Spiel bei einer Weltmeisterschaft. Allerdings konnte sich der Engländer am Ende nicht gegen Bunting durchsetzen. In diesem WM-Viertelfinale ist nach Titelverteidiger Peter Wright aus Schottland schon der zweite Favorit vorzeitig raus. Der Weg für einen Außenseiter ins Halbfinale des mit 2,5 Millionen Pfund dotierten Turniers ist also frei.

29. Dezember: Fenerbahce Istanbul – Rechtsstreit mit Kruse in Frieden beigelegt

Der Rechtsstreit zwischen Max Kruse und seinem ehemaligen Club Fenerbahce Istanbul ist nach Angaben des türkischen Fußballvereins beigelegt. Die juristische Auseinandersetzung sei nach Gesprächen in Frieden abgeschlossen worden, teilte Fenerbahce Istanbul am Dienstag mit. "Wir wünschen Max Kruse Erfolg für seine weitere Karriere und wünschen, dass die Vereinbarung für beide Seiten Gutes bringt", hieß es. Details wurden nicht genannt. 

Erst kürzlich hatte der Weltverband Fifa in dem Rechtsstreit für Kruse entschieden. Nach dpa-Informationen ist die Millionenforderung des türkischen Clubs vom Tisch, Kruse kann sogar mit einer Gehaltsnachzahlung rechnen.

29. Dezember: Rückkehr nach 22 Stunden: Polen soll doch bei Tournee-Auftakt starten 

Polens Skispringer um Titelverteidiger Dawid Kubacki sollen im Corona-Chaos von Oberstdorf nun doch beim Auftakt der Vierschanzentournee an den Start gehen dürfen. Wie mehrere Medien am Dienstagmorgen übereinstimmend berichteten, fiel die dritte Testreihe bei Kubacki, Olympiasieger Kamil Stoch und dem anfangs positiv getesteten Klemens Muranka geschlossen negativ aus, weshalb das polnische Team an diesem Dienstag (16.30 Uhr/ZDF und Eurosport) an den Start gehen darf. Eine offizielle Entscheidung der Jury hatte der Weltverband Fis für Dienstagmorgen um 10.00 Uhr in Oberstdorf angekündigt. Die Fis hatte am späten Montagabend mitgeteilt, dass ein Start der Polen nun doch noch möglich sei, wenn alle weiteren Corona-Tests erneut negativ ausfielen. Das Weltklasse-Team um Kubacki war am Montag zunächst kollektiv in Quarantäne geschickt und für das  Oberstdorf-Springen ausgeschlossen worden, nachdem Murankas erster Test positiv ausfiel. Florian Stern, Generalsekretär beim Wettbewerb in Oberstdorf, beteuerte am Montag in einer Video-Pressekonferenz noch, dass weitere Testresultate keinen Einfluss auf den Auftakt-Ausschluss mehr hätten.

29. Dezember: Paris Saint-Germain bestätigt Trennung von Trainer Thomas Tuchel

Der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat die Trennung von Trainer Thomas Tuchel offiziell bestätigt. Dies teilte der Club am Dienstag mit, nachdem zuvor bereits am Heiligabend mehrere Medien übereinstimmend über das Aus des 47-Jährigen in Paris  berichtet hatten. Tuchels Vertrag soll demnach aufgelöst werden. So kann der frühere Mainzer und Dortmunder Trainer schnell einen neuen Arbeitgeber suchen. Gerüchten zufolge soll es aus der englischen Premier League großes Interesse geben.

28. Dezember: THW Kiel spielt um Europas Handball-Krone

Der Traum des THW Kiel vom dritten Triumph in der Champions League lebt nach einem Handball-Krimi mit Happy End weiter. Der deutsche Rekordmeister setzte sich im Halbfinale des wegen der Corona-Krise verspäteten Final4-Turniers der Saison 2019/20 gegen Ungarns Topteam Telekom Veszprem mit 36:35 (29:29, 18:13) nach Verlängerung durch und trifft nun im Kampf um Europas Handball-Krone auf den FC Barcelona. Vor leeren Rängen in der eigentlich 20 000 Zuschauer fassenden Lanxess Arena war Hendrik Pekeler mit acht Toren bester Werfer der Kieler, die 2010 und 2012 unter dem heutigen Bundestrainer Alfred Gislason zweimal die wertvolle Trophäe gewinnen konnten. Wie der THW kann auch Barcelona zum dritten Mal nach 2011 und 2015 die Königsklasse gewinnen. Der spanische Serienmeister entschied das erste Halbfinale gegen Paris Saint-Germain überraschend deutlich mit 37:32 (18:14) für sich. 

28. Dezember: Mainz 05 trennt sich von Trainer Lichte – Heidel und Schmidt zurück

Der FSV Mainz 05 trennt sich nach weniger als drei Monaten von Trainer Jan-Moritz Lichte. Der Vorletzte der Fußball-Bundesliga stellte den 40-Jährigen am Montag frei. Interimscoach wird Nachwuchstrainer Jan Siewert. Wie der Verein außerdem mitteilte, kehren Ex-Manager Christian Heidel als Sportvorstand und der frühere Trainer Martin Schmidt als Sportdirektor zu dem Club zurück. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

28. Dezember: Vierschanzentournee findet ohne Polen statt 

Die ersten Favoriten sind schon vor dem Auftakt-Sprung raus: Nach einem positiven Corona-Test startet die Vierschanzentournee ohne den polnischen Titelverteidiger Dawid Kubacki, Olympiasieger Kamil Stoch und dessen Skisprung-Teamkollegen. "Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch zum Schutz aller anderen Athleten, blieb dem Gesundheitsamt keine andere Wahl", wird Florian Stern, Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf, in einer Mitteilung am Montag zitiert. Der Pole Klemens Muranka war zuvor positiv auf das Virus getestet worden.

Der polnische Skispringer Dawid Kubacki kann seinen Titel bei der Vierschanzentournee nicht verteidigen
Das ist bitter: Der polnische Skispringer Dawid Kubacki kann seinen Titel bei der Vierschanzentournee nicht verteidigen
© Urs Flueeler

Die Tests seiner Teamkollegen fielen zwar negativ aus, sie zählen jedoch zur sogenannten Kontaktgruppe 1, hatten also entweder über 15 Minuten lang direkten Kontakt von Angesicht zu Angesicht mit Muranka oder befanden sich länger als 30 Minuten gemeinsam mit ihm in einem geschlossenen Raum oder Fahrzeug.

28. Dezember: Überraschung bei Darts-WM: Clemens besiegt Weltmeister Wright 

Gabriel Clemens hat bei der Darts-WM in London überraschend Weltmeister Peter Wright besiegt und damit für eine deutsche Premiere gesorgt. Der Saarländer gewann das direkte Duell mit dem schottischen Weltklassespieler am Sonntagabend nach extrem starker Leistung 4:3 und steht damit als erster Deutscher in der WM-Geschichte im Achtelfinale. Für den "German Giant", wie der 37 Jahre alte Saarländer genannt wird, ist es der bisher größte Erfolg in seiner Laufbahn. Er spielte zudem den bisher höchsten Average eines deutschen Spielers bei einer WM. 

Clemens trifft im Achtelfinale nun auf den Polen Krzysztof Ratajski, der den Australier Simon Whitlock mit 4:0 besiegt hatte. Für Mitfavorit "Snakebite" Wright, der den Fans im Alexandra Palace zum WM-Start noch ein Kostüm von Weihnachtsdieb "Grinch" präsentiert hatte, ist der zweite WM-Titel vorerst Geschichte. Clemens hingegen darf sich auch gegen Geheimfavorit Ratajski eine gute Chance ausrechnen und hat damit die Möglichkeit, als erster Deutscher in ein WM-Viertelfinale einzuziehen. Für den Deutschen ist es das bisher beste Jahr seiner Karriere.  Clemens besiegte 2020 in wichtigen Major-Matches unter anderem die Engländer Nathan Aspinall und Rob Cross. Gegen den späteren Titelträger Wright hatte er bei der EM im Oktober noch verloren - diesmal entschied er das packende Pfeile-Duell für sich.

27. Dezember: Schalke bestätigt Verpflichtung von Trainer Gross bis Saisonende

Der Schweizer Christian Gross soll den FC Schalke 04 vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Der 66-Jährige unterschrieb einen Vertrag als Cheftrainer bis zum Saisonende. Das teilten die Königsblauen am Sonntag mit, nachdem über Weihnachten die letzten Details geklärt worden waren. Mehrere Medien hatten vor Heiligabend über die bevorstehende Verpflichtung berichtet.

"Für Schalke 04 geht es in den nächsten fünf Monaten ausschließlich darum, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu schaffen. Christian Gross hat sowohl in Deutschland als auch in England bewiesen, dass er schwierige Missionen dieser Art erfolgreich gestalten kann", sagte Sportchef Jochen Schneider laut Clubmitteilung. Der Tabellenletzte hat nach 13 Spieltagen in der Bundesliga bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. 

27. Dezember: Wrestling-Star Brodie Lee stirbt im Alter von 41 Jahren

Der amerikanische Wrestling-Star Jonathan Huber alias Brodie Lee ist tot. Das verkündete dessen Ehefrau Amanda auf Instagram. Demnach starb der 41-Jährige an einem Lungenschaden, der jedoch nicht in Verbindung mit dem Coronavirus stand. "Ich wollte diese Worte nie aussprechen. Mein Herz ist gebrochen", schreibt sie. "Die Welt sah ihn als den erstaunlichen Brodie Lee (früher bekannt als Luke Harper), aber er war mein bester Freund, mein Ehemann und der großartigste Vater, den man je treffen würde. Keine Worte können die Liebe ausdrücken, die ich fühle, oder wie gebrochen ich im Moment bin. Er starb umgeben von seinen Lieben nach einem harten Kampf mit einem Lungenproblem, das nicht mit Covid zusammenhing." Haper hinterlässt neben seiner Ehefrau auch seine beiden Söhne. Auch All Elite Wrestling, bei der er zuletzt unter Vertrag stand, trauert in den Sozialen Netzwerken um den Sportler, schrieb dort unter anderem: "Jons Popularität unter seinesgleichen und sein Einfluss auf die Wrestling-Welt war weltweit und ging über AEW hinaus, sodass dieser Verlust von vielen für eine lange Zeit betrauert werden wird."

24. Dezember: Paris Saint-Germain trennt sich Medienberichten zufolge von Trainer Tuchel

Paris Saint-Germain hat Thomas Tuchel zu Weihnachten offenbar den Trainerstuhl vor die Tür gesetzt. Laut Medien kam das Aus in der Nacht zum Heiligabend – nach einem 4:0-Sieg und bemerkenswert offenen Aussagen in einem Interview. Sechs Monate vor dem Ende seines Vertrages ist die Amtszeit des 47 Jahre alten deutschen Trainers beim französischen Fußball-Meister demnach beendet.

Tuchel stand in seinen zweieinhalb Jahren bei PSG dicht davor, dem ambitionierten Club den ersehnten ersten Triumph in der Champions League zu bescheren. Das 0:1 im Finale gegen den FC Bayern München verhinderte im August in Lissabon den erstmaligen Sprung auf Europas Vereins-Thron, auf den die Clubführung aus Katar so hofft.

Eine Bestätigung für die Trennung gab es am Donnerstag zunächst nicht. Die "Bild" und die französische Sportzeitung "L'Equipe" meldeten das Aus am Vormittag übereinstimmend. Laut Informationen des Senders RMC Sport und der Zeitung "Le Parisien" zufolge soll der Argentinier Mauricio Pochettino – zuletzt Trainer von Tottenham Hotspur – Nachfolger von Tuchel werden. Der 48-Jährige spielte einst für PSG.

Porträt Tuchel 14.36

22. Dezember: Fußball-Bundesligist Mainz 05 trennt sich von Sportvorstand Schröder

Der FSV Mainz 05 trennt sich von Sportvorstand Rouven Schröder. Der 45-Jährige hat sich am Dienstag gemeinsam mit dem Fußball-Bundesligisten auf eine vorzeitige Beendigung des ursprünglich bis 2024 datierten Vertrages geeinigt, wie der Tabellen-17. am Dienstag mitteilte. "Ich hatte nun das Gefühl, dass es für den Verein und für mich besser ist, den Weg frei zu machen, so dass sich Mainz 05 insgesamt neu aufstellen kann", sagte der 45-Jährige. Keine Aussage machten die Mainzer in der Presseerklärung zur Zukunft von Trainer Jan-Moritz Lichte, kündigten aber für 18.15 Uhr eine Pressekonferenz an.

Angedacht ist, "dass wir Christian Heidel als zusätzliches Mitglied neben Stefan Hofmann, Rouven Schröder und Jan Lehmann in unseren Vorstand aufnehmen, um den Verein für die strategischen Fragen der Zukunft noch besser aufzustellen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Detlev Höhne. Heidel habe sich aufgrund der aktuellen Entwicklung eine Bedenkzeit erbeten.

21. Dezember: Thuram nach Spuckattacke für fünf Spiele gesperrt

Wie der "Kicker" berichtet, hat das DFB-Sportgericht wie erwartet eine harte Strafe gegen Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach verhängt. "Wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung" müsse Thuram nach DFB-Angaben wettbewerbsübergreifend sechs Spiele aussetzen, beginnend mit dem DFB-Pokal-Zweitrundenspiel beim Regionalligisten SV Elversberg am Dienstag. Weil das sechste Spiel bis zum 21. Dezember 2021 auf Bewährung ausgesetzt ist, sei der 23-Jährige am 22. Januar gegen Borussia Dortmund wieder spielberechtigt. Außerdem werde eine Geldstrafe von 40.000 Euro fällig.

Zuvor hatte die Borussia ihrem Stürmer bereits eine vereinsinterne Strafe in Höhe eines Monatsgehalts auferlegt. "Ich hatte heute Morgen ein längeres Gespräch mit Marcus, in dem er sich nochmal bei mir und damit beim Verein für sein Verhalten entschuldigt hat", sagte Sportdirektor Max Eberl. "Wir kennen Marcus nun schon seit fast zwei Jahren, wir kennen sein Umfeld, wir kennen sein Elternhaus, und das alles passt überhaupt nicht zu dem, was gestern passiert ist", so Eberl in einer Vereinsmitteilung. Thuram sei am Boden zerstört. 

Der französische Nationalspieler hatte wegen einer Spuckattacke im Bundesliga-Spiel gegen TSG 1899 Hoffenheim (1:2) die Rote Karte gesehen.

21. Dezember: Bender-Zwillinge verkünden überraschend Karriereende

Die Bender-Zwillinge von Bayer Leverkusen verabschieden sich im kommenden Jahr aus dem Profi-Fußball. Wie der Bundesligaklub am Montag mitteilte, werden Lars und Sven Bender ihre jeweils im Sommer auslaufenden Verträge nicht verlängern. "Nach langer Bedenkzeit und unzähligen Gedankenspielen hinsichtlich unserer Zukunft sind wir letztlich zu dem Entschluss gekommen, dass wir unsere Reise mit Bayer 04 nicht fortführen werden. Dem Verein gegenüber sahen wir uns in der Verantwortung, diesen Entschluss frühzeitig mitzuteilen", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der beiden 31-Jährigen.

20. Dezember: Ex-Weltmeister Felix Sturm gewinnt beim Box-Comeback des Jahres deutlich

Profiboxer Felix Sturm hat ein erfolgreiches Comeback gegeben. Knapp fünf Jahre nach seinem letzten Kampf besiegte der 41 Jahre alte Exweltmeister am Samstagabend im Hamburger Universum-Gym den zwölf Jahre jüngeren Düsseldorfer Timo Rost einstimmig nach Punkten (110:90, 99:91, 100:93).

kommentar_fussball_corona - 12.00 UhrBeide Boxer hatten sich auf eine Gewichtsobergrenze von 77,5 Kilogramm geeinigt. Das Limit liegt zwischen Supermittel- und Halbschwergewicht. Sturm war seinem überforderten Rivalen deutlich überlegen. Eine echte Standortbestimmung war der Düsseldorfer nicht. In Sturms Kampfbilanz stehen jetzt 41 Siege in 50 Profikämpfen. Rost hat im 13. Kampf die erste Niederlage kassiert, zwei Duelle endeten unentschieden.

Der Ex-Weltmeister im Mittel- und Supermittelgewicht war im April dieses Jahres wegen Steuerhinterziehung und Dopings zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen ist er in Revision gegangen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

18. Dezember: Schalke feuert Baum – und holt Stevens zurück

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat die Trennung von Trainer Manuel Baum bestätigt. Für die zwei ausstehenden Spiele bis Jahresende werde Huub Stevens als Chefcoach übernehmen, teilte der Tabellenletzte am Freitag mit. Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend darüber berichtet. Stevens hatte bei den Königsblauen zuletzt im März 2019 interimsweise für zehn Partien an der Seitenlinie gestanden. Es ist das vierte Engagement des Kulttrainers. 1997 holte er den UEFA-Pokal nach Gelsenkirchen. Bei den Fans hat der 67-Jährige Kultstatus. Baum hatte den FC Schalke nach zwei Auftaktniederlagen erst Anfang Oktober von David Wagner übernommen.

Als erste Prüfung steht für Stevens, der seit zwei Jahren bei Schalke im Aufsichtsrat sitzt, am Samstagnachmittag das Kellerduell gegen Arminia Bielefeld auf dem Programm. Mit einem Dreier, dem ersten nach 28 sieglosen Partien, würde Schalke zumindest nach Punkten mit den Ostwestfalen gleichziehen. Den Berichten zufolge soll Stevens das Team, aber nur gegen Bielefeld und beim Pokalspiel am Dienstag gegen den SSV Ulm betreuen. Danach könnte es eine Lösung mit einem im Abstiegskampf erfahrenen Trainer geben. Im Gespräch ist Friedhelm Funkel, der zuletzt Fortuna Düsseldorf betreute. 

17. Dezember: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski zum Weltfußballer gewählt

Robert Lewandowski vom FC Bayern München ist zum FIFA-Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der 32 Jahre alte Pole setzte sich bei der Abstimmung des Weltverbands gegen den Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona und Portugals Cristiano Ronaldo von Juventus Turin durch. Die Auszeichnung erfolgte am Donnerstagabend bei einer digitalen Gala. 

Bei der Abstimmung waren zu gleichen Teilen die Stimmen der Nationaltrainer und Kapitäne der Auswahlmannschaften der FIFA-Mitgliedsverbände, von ausgewählten Journalisten und Fans weltweit ausschlaggebend. Bis zum 9. Dezember konnte gewählt werden.

In die Elf des Jahres kamen vier Profis, die mit den Bayern das Triple gewonnen hatten: Lewandowski, Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Thiago. 

Zur Weltfußballerin des Jahres wurde die Engländerin Lucy Bronze gewählt, die mit Olympique Lyon die Champions League gewonnen hatte. Bei der Wahl der Welttorhüterin wurde die Französin Sarah Bouhaddi von Lyon gekürt.

17. Dezember: Manuel Neuer ist Welttorhüter

Manuel Neuer vom FC Bayern ist nach der Triple-Saison der Münchner als FIFA-Welttorhüter geehrt worden. Bei der Kür des Weltverbands am Donnerstagabend setzte sich der 34 Jahre alte Kapitän des deutschen Rekordmeisters gegen den Brasilianer Alisson Becker vom englischen Champion FC Liverpool und den Slowenen Jan Oblak von Atlético Madrid durch.

Als Rückhalt war Neuer maßgeblich am außergewöhnlichen Jahr des FC Bayern beteiligt: Meister, DFB-Pokal-Gewinner, Champions League-Sieger, dazu die Titelgewinne im deutschen und europäischen Supercup. In seiner ruhmreichen Karriere erhielt der Weltmeister von 2014 diese individuelle FIFA-Trophäe zum ersten Mal.

17. Dezember: Sportrichter verhängen zweijährige Olympia-Sperre für Russland 

Russland wird von den Olympischen Spielen 2021 in Tokio und den Winterspielen 2022 in Peking ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof halbierte in seinem Urteil zum Berufungsverfahren zwar die von der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada verhängte Vier-Jahres-Sperre. Da die Strafe aber erst mit der Urteilsverkündung in Kraft tritt, darf keine russische Mannschaft bei den nächsten beiden Olympischen Spielen und wohl auch nicht bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar teilnehmen. 

Unbelastete Sportler des Landes können in diesem Zeitraum bei Großereignissen aber als neutrale Athleten antreten. Dafür müssen sie gewisse Anti-Doping-Bedingungen erfüllen. Die russische Hymne darf nicht gespielt oder gesungen werden, die russische Fahne nicht auf Teamkleidung getragen oder gehisst werden.

Auslöser für den Bann war, dass Russland eingeforderte Dopingdaten aus dem Moskauer Labor aus den Jahren 2012 bis 2015 vor der Übergabe an die Wada manipuliert und gefälscht haben soll. Sie enthalten Beweise für den Sportbetrug zahlreicher russischer Athleten, der mit Hilfe des Staates systematisch gelenkt, gedeckt und vertuscht wurde. 

16. Dezember: Erster Deutscher erreicht Runde 2 bei Darts-WM

Der deutsche Darts-Profi Max Hopp hat seine Auftakthürde bei der WM in London gemeistert und erwartungsgemäß die zweite Runde erreicht. Am Mittwochabend bezwang der 24 Jahre alte Hesse den australischen Außenseiter Gordon Mathers klar mit 3:0. Hopp trifft nun in Runde zwei am Samstag auf den Engländer Mervyn King. Für den deutschen Hoffnungsträger geht es im Alexandra Palace darum, ein bisher durchschnittliches Jahr mit einem Erfolg bei der WM zu beenden.

Es ist definitiv noch Luft nach oben, gegen Mervyn King muss ich mein Spiel noch mal einen Gang höher schalten", sagte der "Maximiser" nach seiner Partie bei Sport1. Das glatte 3:0 war für ihn trotzdem ein erster Schritt. "Ich habe gegen Mathers das getan, was ich tun musste: die Dinger abgeräumt."

In der ersten Runde ausgeschieden ist dagegen Lisa Ashton. Als erste von zwei Frauen verlor die 50 Jahre alte Engländerin knapp mit 2:3 gegen Landsmann Adam Hunt. Deta Hedman ist am Samstag als zweite Frau gefordert.

Neben Hopp sind beim mit 2,5 Millionen Pfund dotierten wichtigsten Turnier des Jahres zwei weitere Deutsche dabei. Nico Kurz bekommt es in Runde eins mit dem englischen Routinier Andy Hamilton zu tun. Gewinnt er dieses Duell am Samstag, würde am Montag gegen Gabriel Clemens das erste deutsche Duell der WM-Geschichte anstehen.

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