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Providenzgarten Heidelberg: Die Stadtkirche will jetzt das Gespräch suchen

Von Micha Hörnle

Heidelberg. Es dauerte drei Stunden und einige Sitzungsunterbrechungen, dann stand am Samstagmittag die neue Linie der evangelischen Stadtkirche, die einstimmig angenommen wurde: Die Stadtkirche hält sich alle Optionen offen - auch was die Möglichkeit eines "Providenzparks" angeht.

Im Einzelnen: Die Stadtsynode bleibt weiter dabei, dass auf dem Gelände hinter der Providenzkirche ein Gemeindehaus und die Hochschule für Kirchenmusik neu gebaut werden sollen. Das Grundstück soll an die Landeskirche in Erbpacht vergeben werden, und mit den Einnahmen kann der Bau des Gemeindehauses finanziell gestemmt werden. Aber: Bis auf landeskirchlicher Ebene weitere Entscheidungen getroffen werden, also bis April 2019, will die Stadtkirche "weitere Gespräche führen mit möglichen anderen Interessenten an diesem Grundstück, der Stadtverwaltung und der Bürgergesellschaft. Sollte dabei ein Angebot entstehen, das dem Stadtkirchenbezirk zu ähnlichen Einnahmen verhilft wie das Angebot der Landeskirche (mindestens 90.000 Euro jährlich), wird der Stadtkirchenrat gebeten, noch einmal neu über die Abgabe des Grundstücks zu entscheiden".

Bis es so weit war, tat sich die Synode, sozusagen das Parlament der evangelischen Stadtkirche, ausgesprochen schwer mit dem Thema: Gerade aus der Altstadtgemeinde, einstmals Providenz und Heiliggeist, wurden immer wieder Forderungen laut, jetzt nicht nachzugeben und die historische Chance zu nutzen, die Providenzkirche mit der Kirchenmusik-Hochschule aufzuwerten und ein neues Gemeindehaus zu bekommen. Zumal man sich ja auch verpflichtet habe, die Bäume zu erhalten und die Grünanlage neben dem Neubau öffentlich zugänglich zu machen.

Für Oberkirchenrat Matthias Kreplin aus Karlsruhe würde somit "ein attraktiver kirchlicher Ort mitten in der Altstadt geschaffen", zudem sei "für die Hochschule die Lage ideal". Für Ingo Horsch, bei der Landeskirche für das Gemeindevermögen zuständig, entstünde "eine Gewinnsituation für die Landes- und die Stadtkirche". Er gab aber auch zu, dass ein Neubau angesichts des schützenswerten Baumbestandes "alles andere als einfach" ist.

Zunächst sah alles danach aus, als würde die Synode keinen Deut weichen: Der ursprüngliche Beschlussvorschlag - dass man die Vergabe des Grundstücks an die Landeskirche "zustimmend zur Kenntnis" nehme - schien mehrheitsfähig. Altstadtpfarrer Vincenzo Petracca sprach von einer "einmaligen Chance für die Gemeinde, an der Hauptstraße präsent zu bleiben". In der Altstadt sei man in einer "schwierigen Lage": "Wir sind mit zwei Kirchen überfordert: Was machen wir mit Providenz?" Er wies darauf hin, dass es momentan "keinen Park oder Garten, sondern nur einen Baumbestand gibt, der erhalten wird". Synodaler Ulrich Mechtersheimer appellierte, sich nicht vor den Karren der wirtschaftlichen Interessen des Café Schafheutle spannen zu lassen, dem es um die freie Sicht von seiner Gartenterrasse gehe.

Pfeffer in die Diskussion brachten dann der Synodale Daniel Hager-Mann, der vor allzu schnellen Beschlüssen warnte: "Es gibt Stimmen in der Stadt, die wir nicht ignorieren können. Wir müssen mit den Bürgern in Kontakt treten." Zumal nun die Gefahr drohe, dass die Debatte um den Providenzgarten in den Sog der Kommunalwahl im nächsten Mai geraten könnte. Ähnlich formulierte es Karin Werner-Jensen, als Vorsitzende des Vereins Alt-Heidelberg auch Mitglied der Synode (ohne Stimmrecht): "Wir müssen in einen Dialog treten, die bisherige Kommunikation der Stadtkirche ist sehr verbesserungswürdig." Und sie fragte: "Muss die Kirche an einem der teuersten und schönsten Orte in der Altstadt eine Hochschule bauen?"

Die Debatte verlagerte sich dann in die Richtung, ob man den Beschluss, das Grundstück an die Landeskirche zu geben, nun fassen oder vertagen sollte. Vor einer Vertagung warnte Kreplin: "Das kann dazu führen, dass die Landeskirche ihr Angebot zurückzieht." Nach einer Intervention von Studentenpfarrer Hans-Georg Ulrichs ("Wir müssen ein Signal aussenden, dass die Kirche gesprächsbereit ist") wurde dann der Kompromiss gefunden.

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