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Edingen-Neckarhausen: Das "Edinger Ried" gehörte einst den Bischöfen von Speyer

Edingen-Neckarhausen. (nip) "Ach Gott, ich hab‘ in der Grundschule noch gelernt, dass wir das Edinger Ried im Tausch mit Friedrichsfeld bekommen haben. Weil die Hugenotten in Mannheim keiner haben wollte, oder so ähnlich." Die Teilnehmerin an der erstmals in Kooperation von Kultur- und Heimatbund sowie Naturschutzbund (Nabu) angebotenen Exkursion ins "Edinger Ried" war erfreut, überholtes Schulwissen an diesem Nachmittag korrigieren zu können.

Rund 70 weiteren Teilnehmern, nicht nur aus Edingen-Neckarhausen, ging es genauso. Sie nahmen am Ende viel Wissenswertes mit nach Hause, kompakt zusammengefasst in verschiedenen Informationsblöcken über Geschichtliches und über Flora und Fauna dieses wichtigen Naturschutzgebiets am Rhein, das Edingen-Neckarhausen als Exklave besitzt. Seit wann das Edinger Ried (Ried bedeutet so viel wie Schilf, Moor, Sumpf) zu Edingen gehört, ist nicht genau bekannt.

Vermutlich schon seit dem Hochmittelalter, noch bevor 1142 das Kloster Schönau gegründet wurde. Der erste schriftliche Nachweis stammt aus dem Jahr 1484: In dem Hubgerichtsprotokoll sind die Rechte und Pflichten zwischen dem Kloster Schönau und den Pächtern aus Edingen festgelegt.

Das Ried gehörte den Bischöfen von Speyer, die Grundherren waren. Nach der Entwässerung diente das Gelände zur Grasnutzung und war in 49 Teilstücke, sogenannte "Huben" unterteilt. Inhaber dieser Huben, die "Hübner" zahlten für die Nutzung an ihre Grundherren einen "Hubzins".

Den Herren von Schönau oblag die Unterhaltung des Riedweges und der Brücken, damit die Hübner unbeschadet ins Ried gelangen konnten. Der "Riedweg" existiert heute noch teilweise als Feld- und Waldweg.

Ab Edinger Hof führt er in Richtung Friedrichsfeld und Rheinau ins Ried. Stephan Kraus-Vierling erklärte, dass die Hübner nachts aufbrachen, um drei Stunden später mit ihren Ochsen- oder Pferdekarren im Ried angelangt zu sein.

Und er berichtete weiter, dass 1976 im heutigen "Anglersee" in 18 Meter Tiefe Fragmente eines Höhlenlöwenschädels gefunden wurden. Der Baggersee, auf natürliche Weise durch die Kiesausbeute zweier Ziegelwerke aus Brühl und Ketsch entstanden, ist seit 1974 durch die damalige Gemeinde Edingen dem Anglerverein Edingen, dem Sportfischerverein Neckarhausen und dem Angelsportverein Schwetzingen verpachtet.

Hans-Jürgen Weißling informierte, dass man gegen Gebühr von 16 Euro bei einem der Vereine eine Angelkarte erhält, die es einem erlaubt, im bis zu 20 Meter tiefen See zu fischen. Vom 1. November bis 31. Januar ist das sogar vom Boot aus gestattet. "Wir haben hier auch schon Welse gefangen", sagte Weißling. Der Raubfisch ist quasi "zugezogen" und dezimiert seitdem die Kormoranpopulation.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg durch Verunreinigungen stark zurückgegangene Fischpopulation hat sich durch verschiedene Maßnahmen, unter anderem durch das Einsetzen von Fischen als Reinvestition der Einnahmen aus dem Verkauf der Angelkarten, deutlich erholt. Eisvögel, Uferschwalben, aber auch Nutrias und Schlangen fühlen sich am See, für dessen rechtes Ufer ein Betretungsverbot gilt, heimisch.

Das Edinger Ried hat als Exklave für die Gemeinde Edingen-Neckarhausen Bedeutung als Naherholungsgebiet. Seine Fläche beträgt rund 52 Hektar, davon 42 Hektar Wasserfläche, 2,3 Grünland, 4,6 Wiesen sowie 2,9 Hektar Wald und Wegflächen. Seit 2007 ist das Edinger Ried Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" und steht bereits seit 1984 unter Naturschutz.

Praktisch, dass Wolfgang Ding als Vorsitzender des Kultur- und Heimatbundes eine Zusammenfassung übers Edinger Ried nebst Lageplan verteilte und sich weitere Fachleute zur Seite geholt hatte. Norbert Pfrang (Nabu Edingen-Neckarhausen) und Volker Violet (Nabu Heidelberg) wiesen auf manche Besonderheit am Ufer des Sees und am Rhein hin. "Das ist die gelbe Wiesenrauke, sehr bedroht", sagte Violet.

Einen Preis lobte Norbert Pfrang aus: "Das ist der wichtigste Vogel hier - die Elwedritsche. Wer einen sieht, bekommt von mir eine Flasche Grauburgunder." Doch das Fabelwesen machte sich an diesem so lehrreichen wie unterhaltsamen Nachmittag sehr rar.

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