Regenrückhaltebecken in Weinheim: Die B3 ist wieder frei
Weinheim. (RNZ) Schluss mit Überflutung bei Starkregen. Laut einer Pressemitteilung hat die Stadt Weinheim jetzt - fristgerecht - eine ihrer wichtigsten aktuellen Kanalbaumaßnahmen abgeschlossen: Das Regenrückhaltebecken an der B 3 im nördlichen Bereich des Fachmarktzentrums "Ehemaliger Güterbahnof". Mit dem Baustellenende konnte auch die B 3 an dieser Stelle am Montag wieder freigegeben werden, ebenso wie die Zufahrt zur Friedrich-Vogler-Straße. Das ist für jeden, der gelegentlich in der südlichen Innenstadt zu tune hat, eine gute Nachricht.
Stadt stell sich auf Starkregen-Vorkommnisse ein
Unter der Erde ist im Verlauf des letzten Dreivierteljahres ein unterirdisches Becken mit einem Durchmesser von fast 23 Metern entstanden, der Boden befindet sich auf einer Tiefe von bis zu 7,50 Metern. 1000 Kubikmeter Wasser fasst das Becken. Und das ist auch manchmal nötig sein, weiß Oliver Torni vom Weinheimer Tiefbauamt. Die Regenfälle auch in deutschen Gefilden, die Starkregen-Vorkommnisse, wie der Fachmann sagt, werden immer heftiger, überlaufende Kanäle sind zu oft die Konsequenz. Das ist nicht zuletzt auch ökologisch bedenklich, weil dabei häufig ungeklärtes Schmutzwasser aus der Kanalisation an die Oberfläche tritt und versickert oder in ein Gewässer abläuft.
An dieser Stelle wirken Regenrückhaltebecken als riesige unterirdische Staubecken, in die der Kanal seinen Inhalt abgeben kann - um ihn später wieder geregelt zurückzunehmen. In Weinheim ist diese Regenrückhaltung und geordnete Entwässerung in einem Generalentwässerungsplan festgelegt; er wurde 2010 das letzte Mal fortgeschrieben.
Das Rückhaltebecken an der B 3 war darin vorgesehen. In diese Infrastrukturmaßnahme hat die Stadt rund 1,15 Millionen Euro investiert.