Messerattacke vor Mannheimer Pizzeria: Albaner wurde nach Deutschland überführt
Mannheim. (RNZ) Die Bluttat hat sich im vergangenen November ereignet, abends vor einer Pizzeria im Stadtteil Seckenheim. Zwei Männer traktierten einen 39-Jährigen, der auch Stichwunden erlitt. Jetzt wurde einer der beiden Verdächtigen, ein 22 Jahre alter Albaner, aus dem Kosovo nach Deutschland überführt.
Zunächst waren die Ermittler von einem Raubdelikt ausgegangen. Doch schnell ergaben die Erkenntnisse einen anderen Tatvorwurf. Demnach waren es versuchter Totschlag und gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung. Entsprechend war der Haftbefehl ausgestellt worden. Am 16. Januar klickten die Handschellen. Die kosovarische Polizei nahm den Albaner an einem Grenzübergang zu seinem Heimatland fest. Sein Komplize soll ein 23-Jähriger gewesen sein, der sich noch immer auf der Flucht befindet.
Die beiden hatten den 39 Jahre alten Mann am Abend des 25. November 2017 angesprochen, als sich dieser gerade auf dem Weg zur Pizzeria befand. Zunächst fragten sie ihn nach einer Zigarette, anschließend nach Bargeld. Danach soll das Duo mit seinem Opfer in Streit geraten sein. Erst fielen nur Worte. Doch dann schlugen die beiden zu und traten auf den 39-Jährigen ein. Schließlich soll der Albaner ein Messer gezogen und auf den Mann eingestochen haben. Erst als Zeugen auf die Attacke aufmerksam wurden, ließen die mutmaßlichen Täter von dem Mann ab und ergriffen die Flucht. Um ihr schwer verletztes Opfer, das auf dem Boden lag, kümmerten sie sich nicht weiter.
Im Zuge der Ermittlungen gerieten der Albaner und sein Kumpel schnell in den Fokus der Kriminalpolizei. Der 22-Jährige gilt als der Hauptverdächtige. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.