Mannheim: 22-Jähriger wegen versuchten Totschlags statt Raub angeklagt
Mannheim-Seckenheim. (pol/mare) Am Samstag, 25. November 2017, ist ein 39-Jähriger abends vor einer Pizzeria im Stadtteil Seckenheimvon zwei Männern angegriffen und mit Messerstichen verletzt worden. Doch es handelte sich nicht wie zunächst angenommen um ein Raubdelikt - die Täter hatten im Streit auf ihr Opfer eingestochen, wie die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Polizeipräsidium Mannheim in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen des Dezernats für Raubdelikte des Kriminalkommissariats in Mannheim ergaben dass es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt handelte. Nach einem zunächst verbal ausgetragenen Streit hätten der mittlerweile festgenommene 22-jährige Albaner und dessen 23-jähriger Begleiter auf den 39-Jährigen eingeschlagen, eingetreten und schließlich eingestochen.
Als Zeugen auf das Geschehen aufmerksam wurden, ergriffen die beiden mutmaßlichen Täter die Flucht und ließen den Schwerverletzten zurück.
Im Zuge der Ermittlungen gerieten die beiden Tatverdächtigen schnell in den Fokus der Kriminalpolizei. Der 22-Jährige, gegen den Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung erwirkt worden war, wurde am 16. Januar an einem Grenzübergang zu Albanien durch die kosovarische Polizei festgenommen und Anfang Mai nach Deutschland überführt. Sein Komplize befindet sich noch auf der Flucht. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim und der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an.